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Gladbach setzt auf „Kulttrainer“ Köppel

„Aushilfskraft“ Horst Köppel bleibt Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach. Einen Tag nach seinem 57. Geburtstag einigte sich der Fußball-Lehrer mit dem Bundesligisten auf eine weitere Zusammenarbeit.

dpa MöNCHENGLADBACH. "Aushilfskraft" Horst Köppel bleibt Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach. Einen Tag nach seinem 57. Geburtstag einigte sich der Fußball-Lehrer mit dem Bundesligisten auf eine weitere Zusammenarbeit.

Gut vier Wochen nach seiner Versetzung von den Amateuren zu den Profis unterschrieb der ursprünglich nur als Interimslösung vorgesehene Köppel einen Zweijahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2007. "Für mich geht so etwas wie ein kleiner Traum in Erfüllung. Bislang konnten wir wegen der unklaren sportlichen Lage nichts machen, aber wir werden diese Aufgabe jetzt mit Hochdruck angehen", sagte Köppel.

Damit beugte sich die Clubführung dem Votum der Fans: Längst genießt der Nachfolger des ungeliebten Niederländers Dick Advocaat in Mönchengladbach Kultstatus. In fünf Spielen unter seiner Regie verbuchte das Team neun Punkte, blieb ohne Gegentor und sicherte sich frühzeitig den Klassenverbleib. Diesen Argumenten für eine Weiterbeschäftigung konnte sich auch Peter Pander nicht verschließen. "Wir freuen uns, dass wir mit Horst Köppel einig geworden sind und werden nun gemeinsam die Planungen für die Saison 2005/2 006 aufnehmen", sagte der Sportdirektor.

Wegen unterschiedlicher Vorstellungen über die Laufzeit des Vertrages hatten sich die Verhandlungen in die Länge gezogen. "Wenn die Borussia Kontinuität und einen langfristigen Aufbau anstrebt, dann kann ich mit einem Einjahres-Vertrag nicht einverstanden sein. Ich denke, das habe ich nicht verdient", hatte Köppel in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" geklagt.

Köppel kehrt damit nach siebenjähriger Abstinenz offiziell in den Profi-Fußball zurück. Nach seinem Engagement in der japanischen J-League bei den Red Diamonds Urawa hatte der elfmalige Nationalspieler und fünfmalige deutsche Meister zunächst als Amateurcoach in Dortmund gearbeitet und 2001 ein Angebot abgelehnt, Nationaltrainer in Kamerun zu werden. Im April 2004 war er von Dortmund zum Oberliga-Team nach Mönchengladbach gewechselt. Die Faszination Bundesliga sorgte für einen Sinneswandel. Schon vor den abschließenden Verhandlungen mit der Borussia hatte der dreifache Großvater eine Rückkehr in die Niederungen der Regionalliga ausgeschlossen: "Die Amateure sind für mich kein Thema mehr."

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