Gold für Kati Wilhelm: Biathleten bleiben Medaillen-Bank

Gold für Kati Wilhelm
Biathleten bleiben Medaillen-Bank

Auf die deutschen Biathleten ist bei den Olympischen Winterspielen in Turin Verlass. Mit drei Medaillen sorgten Kati Wilhelm, Martina Glagow und Sven Fischer dafür, dass sich das deutsche Team im Medaillenspiegel an die Spitze setzte.

HB TURIN. Als Kati Wilhelm nach einem "genialen Rennen" und ihrem dritten Olympiasieg im Ziel vor lauter Glück die zweitplatzierte Martina Glagow in die Arme nahm, zeigte sich auch endlich die Sonne über San Sicario. Zuvor war die 29-jährige vom SCM Zella-Mehlis bei dichtem Schneetreiben im Verfolgungsrennen über 10 Kilometer zum überlegensten Sieg einer Biathletin in der Olympia- Geschichte gestürmt.

Zugleich kürte sie sich mit der dritten Goldmedaille in ihrer Karriere zur erfolgreichsten Biathletin. 1:13,6 Minuten nach ihrer Zielankunft nahm die Weltcup-Führende ihre Mittenwalder Teamkollegin Martina Glagow in Empfang, die am Samstag mit dem zweiten Platz den deutschen Doppelerfolg perfekt machte. Bronze ging an die Russin Albina Achatowa mit einem Rückstand von 1:21,4 Minuten.

Anschließend machte der Oberhofer Sven Fischer mit seinem dritten Platz in der 12,5 km langen Herren-Verfolgung den Medaillensatz für die Deutschen am Samstag komplett. "Das war ein erkämpfter dritter Platz und nicht verlorenes Gold oder Silber. Beim Liegendschießen hab' ich ganz schön Mist gebaut", sagte Fischer, der zwischenzeitlich auf Position sechs zurückgefallen war.

Im Ziel lag der mit Nummer 1 gestartete Sprint-Olympiasieger nach vier Strafrunden 15,6 Sekunden hinter Vincent Defrasne. Der Franzose rang vor 12 000 Zuschauern auf der Zielgeraden den Norweger Ole Einar Björndalen nieder. Einzel-Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) lief vom 35. Startplatz auf Rang 8.

Wilhelm war als Siebte der Sprintentscheidung ins Rennen gegangen. Nach dem ersten Schießen übernahm sie die Führung und baute sie systematisch aus. Auch eine "Fahrkarte" beim ersten Stehend-Anschlag brachte die Doppel-Olympiasiegerin von Salt Lake City nicht aus der Goldspur. 300 Meter vor dem Ziel konnte sie die vom Physiotherapeuten Rudi Lisowski gereichte Fahne schwenken und den Zuschauern zuwinken. "Das war ein wunderbares Gefühl", sagte sie. Wilhelm schnallte ihre "Raketenski" ab und hörte mit dem Jubeln gar nicht mehr auf.

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