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"Golden Girls" starten in ihre letzte Saison

Sölden vor Augen, Turin im Hinterkopf: Für die alpinen Ski-Rennläufer fällt heute der ersehnte Startschuss in den Olympia-Winter. Letztmals mit dabei sind die deutschen Erfolgsgaranten Martina Ertl-Renz und Hilde Gerg.

Hoch über Sölden beginnt heute auf dem Rettenbachferner für die alpinen Ski-Rennläufer der Olympia-Winter. Nicht mehr dabei sind Florian Eckert und Max Rauffer, zudem treten nach dem Weltcup-Finale im März kommenden Jahres in Martina Ertl-Renz und Hilde Gerg die letzten Vertreter einer glanzvollen Ära des Deutschen Skiverbandes (DSV) ab. Mit ihnen geht auch Wolfgang Maier, seit 1997 der Cheftrainer der "Golden Girls".

Hoffnungen ruhen auf Riesch und Neureuther

Nach Olympia könnte es zappenduster werden - lediglich die zuletzt jedoch häufig verletzten Jungstars Maria Riesch und Felix Neureuther bleiben als potenzielle Erfolgsgaranten. Doch bis es so weit ist, soll kein Trübsal geblasen werden. Martina Ertl-Renz, die seit ihrer Hochzeit im Sommer unter dem Doppelnamen startet, sowie Hilde Gerg seien hochmotiviert, versichert Maier. "Für beide wäre es eine Genugtuung, in Turin noch einmal eine Medaille zu holen. Der beste Abschluss wäre natürlich ein Olympiasieg."

Hilde Gerg steigt erst bei den Rennen in Nordamerika Ende November in die Wettkampfsaison ein, die Teamkolleginnen starten bereits am heutigen Samstag - mit zunächst unterschiedlichen Zielsetzungen. Martina Ertl-Renz will gleich vorne mitmischen: "Ich traue mir zu, im Riesenslalom unter die ersten Drei der Gesamtwertung zu fahren." Ihr Hauptziel bleibt Turin, "nochmal eine Olympia-Medaille, das wäre natürlich ein Traum", sagt die 32-Jährige. Bislang hat sie zweimal Silber (1994 und 1998) und Bronze (2002).

Riesch setzt Priorität auf Turin

Maria Riesch dagegen will den Olympia-Winter erst mal locker angehen lassen. "Ich gehe mit einer anderen Erwartungshaltung in die Saison", versichert die Partenkirchenerin: "Das Hauptziel ist Olympia, darauf setze ich. Der Weltcup steht dahinter zurück." Nach einem Kreuzbandriss (Januar) und einer Knochenstauchung (September) muss die 20-Jährige ohnehin erst mal ihre Form zurückgewinnen. Ein problematisches Unterfangen, befürchtet Maier: Durch ihre Stürze könnte Riesch die Unbekümmertheit abhanden gekommen sein.

© SID

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