Golf
Deutschland will den Ryder Cup

Der renommierte Ryder Cup könnte 2018 nach Deutschland kommen. Doch mit Geld allein wird sich der Deutsche Golf Verband nicht gegen ihre starken Mitbewerber durchsetzen können.

HAMBURG. Mit einer großen Mehrheit von über 96 Prozent sprachen sich die Mitglieder des Deutschen Golf Verbandes (DGV) dafür aus: Der Ryder Cup soll 2018 auf deutschem Grün ausgetragen werden. Damit fände der weltweit bekannteste Golf-Wettbewerb erst zum zweiten Mal in seiner dann über 100-jährigen Geschichte auf dem europäischen Festland statt.

Vom medialen Wert her ist es eine der bedeutendsten Sportveranstaltungen der Welt. Den Ryder Cup 2006 in Irland verfolgten über 495 Millionen Menschen in rund 180 Ländern vor den Fernsehern. Kein Wunder also, dass den Vertretern des DGV zurzeit kaum etwas anderes im Kopf herumspukt als die Frage: "Wie schaffen wir es, dass Deutschland im Herbst 2010 während des Ryder Cups in Wales den Zuschlag durch die Ryder Cup Europe erhält?" Einen großen Brocken der veranschlagten Bewerbungskosten in Höhe von 1,2 bis drei Mio. Euro übernimmt der DGV.

Mit Geld allein kann sich Deutschland aber nicht gegen die starken Mitbewerber aus Schweden, Spanien, Portugal, den Niederlanden und Frankreich durchsetzen, das wissen auch die Verbands-Oberen. Und so gründete der DGV bereits im Oktober 2008 die Ryder Cup Deutschland GmbH (RCD), deren Mitarbeiter an der deutschen Bewerbung feilen. Erste Tat der RCD: das Logo "Emotions Made in Germany".

RCD-Mitgesellschafter sind die PGA of Germany und die Langer Golf GmbH, hinter der sich die deutsche Golf-Legende Bernhard Langer und sein Bruder Erwin verbergen. Punkten soll Bernhard Langer bei den Entscheidern der Ryder Cup Europe und bei möglichen Sponsoren, die helfen sollen, die Kosten für die Bewerbung zu schultern. Derzeit liefen Gespräche mit Interessenten, die als Partner der deutschen Bewerber auftreten möchten, sagt RCD-Geschäftsführer Florian Bruhns. Mit der Vereinigung clubfreier Golfspieler stehe man kurz vor der Einigung. Insgesamt will die RCD bis zu fünf Partner und eine Gruppe an Förderern gewinnen. Über die veranschlagten Preise der möglichen Sponsorships schweigt sich Bruhns allerdings aus.

Offen ist, an welchem Ort die besten amerikanischen und europäischen Golfer gegeneinander antreten. Gleich sechs Bewerber rangeln hierzulande um die Austragung. Darunter die bereits bestehenden Plätze A-Rosa Scharmützelsee in Bad Saarow bei Berlin, Green Eagle bei Winsen an der Luhe in Niedersachsen, Gut Kaden in Hamburg und Golf Valley in Holzkirchen bei München. Darüber hinaus gingen Bewerbungen zweier Betreibergesellschaften ein, die neue Anlagen planen: Besitzgesellschaft Domäne Beberbeck in Kassel und der Wittelsbacher Ausgleichsfonds, derzeit Betreiber des Wittelsbacher GC Rohrenfeld in Neuburg bei Ingolstadt.

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