Golf European PGA
Stricker in Carnoustie auf den Fersen von Garcia

US-Golfprofi Steve Stricker spielte am dritten Tag der British Open eine 64er Runde und belegt nun mit insgesamt 207 Schlägen den zweiten Rang. In Führung liegt weiter der Spanier Sergio Garcia mit 204 Schlägen.

Nach seinem Platzrekord macht Steve Stricker bei den 136. British Open der Profigolfer Jagd auf den Führenden Sergio Garcia. Am dritten Tag gelang dem US-Amerikaner in Carnoustie wie dem Schotten Colin Montgomerie 1995 eine 64er-Runde, womit er mit sechs unter Par nur drei Schläge hinter dem Spanier liegt. Garcia nährte unterdessen durch weiterhin solides Spiel die Hoffnungen auf den ersten europäischen Major-Siege seit acht Jahren.

Auf und Ab für Tiger Woods

Superstar Tiger Woods erlebte am dritten Tag ein einziges Auf und Ab. Letztlich spielte der Weltranglistenerste auf dem wegen seiner schmalen Fairways gefürchteten Par-71-Kurs eine 69 und liegt damit acht Schläge hinter Garcia. Mit dieser Leistung und der großen Form von Garcia kann der Titelverteidiger seine Hoffnungen auf den dritten Major-Sieg in Folge beinahe schon begraben.

Garcia hat seinen ersten Major-Sieg nach einer weiteren beeindruckenden Runde beim mit 6,22 Mill. Euro dotierten ältesten und bedeutendsten europäischen Turnier zum Greifen nah. Der 27-Jährige setzte mit einem Birdie zum Auftakt gleich ein Ausrufezeichen. Allerdings brauchte "El Nino" weitere sieben Löcher bis er den nächsten Schlag gewann. Doch Garcia spielte nicht zwanghaft auf Birdies, zeigte keine Nerven und lieferte eine souveräne Runde ab.

Sein ärgster Konkurrent ist nun Steve Stricker, der am ersten Tag Par und am zweiten eins über Par gespielt hatte. Dem 40 Jahre alte Familienvater gelang mit drei Birdies auf den ersten drei Löchern ein Traumstart. Davon angetrieben machte er auf den ersten neun Löchern zwei weitere Schläge gut, um die Runde schließlich mit sieben Birdies auf der Scorecard zu beenden. "Es war eine magische Runde und sie ohne Bogey zu spielen ist sehr befriedigend", sagte Stricker. Besonders auf den Greens ließ Stricker seine ganze Klasse aufblitzen und brauchte an elf Löchern nur jeweils einen Putt.

Strickers erfolgreichstes Jahr auf der PGA-Tour liegt bereits elf Jahre zurück. 1996 holte der Pro aus Wisconsin gleich zwei Titel, kam sieben Mal unter die Topten und nahm am Ende des Jahres Platz vier der Geldrangliste ein. Sein dritter und wertvollster Sieg gelang ihm 2001 bei den WGC-Accenture Match Play Championship, als er im Finale den Schweden Pierre Fulke knapp schlug und ein Preisgeld von einer Million Dollar kassierte.

An das Preisgeld von Tiger Woods wird Stricker in seiner Karriere sicherlich nicht herankommen, doch mit dem schwierigen Kurs in Carnoustie kam er besser zurecht. "Ich muss sicherlich besser spielen. Aber ich gebe mir noch eine Chance. Paul Lawrie hatte 1999 zehn Schläge Rückstand und hat noch gewonnen. Das ist auf dem Kurs sicher möglich", sagte Woods.

Nach einem verpassten Birdie am Auftaktloch, spielte Woods an der zwei einen Bogey. Der frisch gebackene Vater schien sich nach zwei Birdies am vierten sowie fünften Loch wieder gefangen zu haben. Doch besonders die schwachen Putts warfen den Tiger letztlich immer wieder zurück.

© SID

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