Golf European PGA
Woods bei British Open auf Titelverteidigungskurs

Der Tiger setzt zum erneuten Sieg der British Open an. US-Profi Tiger Woods hat sich durch eine starke 65er-Runde an die Spitze des Teilnehmerfelds in Hoylake gesetzt. Bernhard Langer muss derweil nach Hause.

Der Tiger fährt die Krallen aus, Bernhard Langer muss die Koffer packen: Während der Weltranglistenerste Tiger Woods aus den USA bei den 135. British Open mit der Führung nach zwei Runden Kurs auf Richtung Titelverteidigung genommen hat, scheiterte der zweimalige US-Masterssieger aus Anhausen am Cut.

Der 48-Jährige spielte am zweiten Tag auf dem Par-72-Kurs im Royal Liverpool Golfclub in Hoylake erneut eine 74er-Runde und verpasste mit insgesamt 148 Schlägen auf dem geteilten 117. Platz die Qualifikation für die beiden Schlussrunden um fünf Schläge. Der Schwabe hatte im vergangenen Jahr beim ältesten Golfturnier der Welt noch einen ausgezeichneten fünften Platz belegt und war 2006 der einzige deutsche Starter unter den 156 Teilnehmern.

Langer klagt über Verletzungsprobleme

Allerdings klagte Langer, der zuletzt wegen einer Nackenverletzung pausieren musste, erneut über körperliche Probleme. "Die Schmerzen sind in den Hüftbereich gezogen. Es zwickte schon etwas. Besonders bei den Drehbewegungen tat es weh", erklärte Langer, der sich bei seinem vorzeitigen Ausscheiden in prominenter Gesellschaft befand.

Der 49-jährige Engländer Nick Faldo, dreimaliger Gewinner der British Open (1992, 1990, 1987), musste mit 148 Schlägen ebenfalls vorzeitig die Segel streichen. Auch der Dritte der Weltrangliste, Vijay Singh (Fidschi/146 Schläge), wird das Ende der Veranstaltung nur als Zuschauer verfolgen.

Der 30-jährige Woods setzte sich unterdessen nach einer ausgezeichneten 65er-Runde mit insgesamt 132 Schlägen an die Spitze vor dem Südafrikaner Ernie Els. Der Sieger des Turniers 2002 ließ seiner 68 zum Auftakt ebenfalls eine 65er-Runde folgen und liegt nach sieben Birdies damit nur einen Schlag hinter dem Spitzenreiter in Lauerstellung.

Woods gelang spektakulärer Kunstschlag

Woods gelang auf dem 456 Yard langen Loch 14 (Par 4) sogar ein spektakulärer Eagle. "An diesem Loch ist man mit vier Schlägen eigentlich gut bedient. Ich habe die Fahne gar nicht gesehen und wollte den Ball einfach nur auf dem Grün platzieren. Es ist unglaublich", sagte Woods nach seinem Kunstschlag. Insgesamt zauberte der weltbeste Golfer sechs Birdies bei nur einem Bogey auf den Platz.

"Jetzt habe ich alle Chancen auf meiner Seite", meinte Woods, der bei den British Open nach 2000 und 2005 seinen dritten Triumph anstrebt. Es wäre der elfte Erfolg bei einem Majorturnier für Woods, der nach dem Tod seines Vaters Earl im Frühjahr eine Turnierpause eingelegt hatte. Aus dieser ist er gestärkt zurückgekommen.

Der nordirische Qualifikant Graeme Mcdowell schaffte hingegen nur eine 73er-Runde und büßte seine Führung nach dem ersten Tag ein. Der 26-Jährige sicherte sich mit 139 Schlägen zwar den Cut, hat bei sieben Schlägen Rückstand auf Woods aber kaum noch Siegchancen.

© SID

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