Golf International
Rückkehrer Woods startet schwach in die US Open

Neun Wochen nach dem Tod seines Vaters ist Golfprofi Tiger Woods mit einer mäßigen Leistung auf das Green zurückgekehrt. Nach dem ersten Tag der US Open liegt der US-Amerikaner sieben Schläge hinter Colin Montgomerie.

Mit zahlreichen Überraschungen endete am Donnerstagabend die erste Runde der 106. US Open auf dem extrem schwierigen West Course im Winged Foot Golf Club in Mamaroneck im Bundesstaat New York. Nur einer der 156 Starter blieb auf dem Par-70-"Monster" unter dem Platzstandard: Colin Montgomerie. Der Schotte, bester Golfer ohne einen Major-Sieg, kam mit einer 69 ins Klubhaus. 1986 in Shinnecock Hills hatte es am ersten Tag sogar niemand geschafft, unter Par zu bleiben.

Montgomerie: "Ich fühle mich irgendwie frei"

"Auf diesem Platz muss man die Grüns treffen, und das ist mir gut gelungen", sagte Colin Montgomerie, der in den neunziger Jahren siebenmal in Folge die Nummer eins der europäischen Geldrangliste war, aber den großen Coup nie landen konnte. 1992 bei seinem US-Open-Debüt war er Dritter, 1994 und 1997 sogar Zweiter. "Früher habe ich mir zuviel Druck gemacht. Es ist ein großer Unterschied, wenn Du entspannt bist. Ich kann rausgehen und fühle mich irgendwie frei", fügte Montgomerie an.

Mit eins unter Par lag der 42-Jährige in Mamaroneck vor fünf Spielern. Je 70 Schläge benötigten der Engländer David Howell ("Der Platz kann dich jederzeit ärgern"), der Spanier Miguel Angel Jimenez sowie das US-Trio mit US-Masters-Champion Phil Mickelson, Steve Stricker und Jim Furyk, der die US Open 2003 gewonnen hatte.

Anders hatte sich nach einer neunwöchiger Turnierpause US-Superstar Tiger Woods seine Rückkehr auf den Platz vorgestellt, trotz der vielen Aufmunterungen der Fans. "Willkommen zurück Tiger. Wir haben Dich vermisst", Los Tiger, es ist Zeit loszulegen. Hol sie Dir, Tiger" lauteten die Rufe aus der Galerie, Wirkung erzielten sie aber bei Tiger Woods nicht.

Schwächste Auftaktrunde bei einer US Open

Der Sieger von 2000 und 2002, der erstmals seit dem US Masters im April und dem Tod seines Vaters Earl wieder an den Abschlag ging, spielte mit 76 Schlägen seine bislang schwächste Auftaktrunde bei einer US Open und musste auf Platz 68 sogar um den Cut nach zwei Runden bangen. "Ich hatte einige schlechte Abschläge. Wenn Du aber aggressiv spielen willst, musst Du die Fairways treffen", sagte der Kalifornier, der sich auch über die langsamen Grüns beklagte: "Man ist es gewohnt, bei US Open schnelle Grüns zu haben, diese sind es nicht."

Deutsche Profis sind in Mamaroneck nicht am Start. Der Münchner Alex Cejka war in der Qualifikation gescheitert, der Anhausener Bernhard Langer gar nicht erst angetreten. Es ist das erste Major-Turnier seit knapp acht Jahren (US PGA Championship 1998 in Seattle), das ohne deutsche Beteiligung stattfindet.

© SID

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