Golf PGA
Australier Ogilvy gewinnt die US Open

Der Sieg bei der 106. Auflage der US Open der Golfprofis geht nach Australien: Geoff Ogilvy setzte sich mit 285 Schlägen vor Phil Mickelson (USA), Jim Furyk (USA) und Colin Montgomerie (GB, alle 286) durch.

Während die Favoriten der kollektive Blackout ereilte, war die große Stunde des Außenseiters gekommem. Als erster australischer Golfprofi seit 25 Jahren gewann Geoff Ogilvy die US Open und stürzte die Gestrauchelten in tiefe Depressionen. "Ich bin ein Idiot. Ich bin geschockt, kann gar nicht glauben, dass mir das passiert ist", beschimpfte sich US-Linkshänder Phil Mickelson, nachdem er mit einem Doppel-Bogey am Schlussloch den greifbar nahen dritten Major-Sieg in Serie noch aus der Hand gegeben hatte.

Mit 286 Schlägen hatte Mickelson am Ende ebenso einen Schlag Rückstand auf Sieger Ogilvy wie Landsmann Jim Furyk und der Schotte Colin Montgomerie, der auf dem Weg zu seinem ersten Major-Triumph ebenfalls auf dem 18. Grün zwei Schläge einbüßte. "Ich schaue schon auf nächstes Jahr. Dann gehe ich mein nächstes US-Open-Desaster an", sagte "Monty" mit gehörigem Galgenhumor. Für den 42-Jährigen war es bereits der dritte zweite Platz nach 1994 und 1997 jeweils hinter dem Südafrikaner Ernie Els.

Auch Jim Furyk hatte den zweiten Sieg nach 2003 vor Augen. Aus und vorbei waren die Hoffnungen auf ein mögliches Stechen aber nach einem Bogey an der 18. "Ich habe alles gegeben, aber es hat nicht gereicht", sagte Furyk.

Die Glückwünsche aus der Heimat kamen prompt

Als alle anderen nicht wollten oder konnten, ergriff Geoff Ogilvy im vorletzten Flight die Chance beim Schopfe und machte den zweiten australischen Triumph seit David Graham 1981 perfekt. Die Glückwünsche aus der Heimat kamen prompt. "Es war eine großartige Leistung. Er verdient es", ließ Premierminister John Howard mitteilen. Auch Graham fiel ein Stein vom Herzen: "25 Jahre war ich das einzige Mitglied im Klub der australischen US-Open-Gewinner. Es ist großartig, dass ich nun endlich Gesellschaft bekomme."

Dritte Teilnahme an den US Open

Für Geoff Ogilvy schloss sich am Sonntag ein Kreis. Die ersten Golf-Erinnerungen des 29-Jährigen gehen zurück auf die US Open 1984 in eben jenem Winged Foot Golf Club. Damals hatte sein australisches Idol Greg Norman im Stechen gegen Fuzzy Zoeller (USA) verloren. "Das war damals eine meiner ersten Golf-Übertragungen, die ich gesehen habe", sagte der Mann aus Adelaide, der erst seine dritten US Open und sein zehntes Major insgesamt spielte.

Der West Course in Mamaroneck forderte dem 156-köpfigen Feld an den vier Tagen alles ab. Mit fünf Schlägen über Par beendete Geoff Ogilvy als erster Sieger seit 1978 eine US Open wieder über dem Platzstandard, zugleich war es das höchste Ergebnis seit 1974, als Hale Irwin (USA) an gleicher Stätte ebenfalls 285 Schläge benötigt hatte. Am Cut gescheitert war am Freitag erstmals bei einem Major US-Superstar Tiger Woods. Deutsche waren in Mamaroneck nicht am Start.

© SID

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