Golf PGA
Cejka verspielt ersten Sieg auf der US-Tour

Nach einer schwachen 79er Runde am Schlusstag hat Alexander Cejka bei der Players Championship in Ponte Vedra Beach/USA die Führung noch verspielt und wurde am Ende Neunter.

Alexander Cejka verstand die Welt nicht mehr und schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf. Schlag um Schlag schmolz der Vorsprung dahin, dann war der Traum vom ersten Sieg auf der US-Tour der Golfprofis endgültig geplatzt. Nach einer desolaten 79er-Runde waren bei der Players Championship in Ponte Vedra Beach/Florida aus fünf Schlägen Vorsprung schließlich acht Schläge Rückstand auf den überraschenden Gewinner Henrik Stenson (Schweden) geworden.

"Wenn es auf so einem Platz nicht läuft und die Grüns so hart und schnell sind, dann hast du schnell ein hohes Ergebnis", sagte Cejka nach Rang neun mit insgesamt 284 (66+67+72+79) Schlägen. Der 38 Jahre alte Wahl-Münchner durfte sich mit einem Preisgeld von immerhin noch 237 500 Dollar trösten.

Kaymer enttäuscht als 55.

Ebenfalls enttäuschend schloss der zweite deutsche Teilnehmer das sogenannte 5. Major-Turnier ab. Martin Kaymer (Mettmann) fiel nach einer 78 mit 291 Schlägen vom 17. auf den 55. Rang zurück und erhielt dafür nur noch 21 470 Dollar.

An Flightpartner Tiger Woods hatte es nicht gelegen, dass Cejka derart abstürzte. Der Weltranglistenerste hatte selbst genug mit sich zu kämpfen, haderte immer wieder mit seinen langen Schlägen. "Es war frustrierend, was ich auch versucht habe, es hat nicht geklappt", sagte der Kalifornier. Woods verfehlte seinen zweiten Sieg bei der Players nach 2001 deutlich um sieben Schläge und belegte letztlich Platz acht.

Cejka schon nach acht Löchern Spitzenplatz los

Im Fokus stand an den vier Tagen der Players erstmals seit langer Zeit Alex Cejka. Gleich am ersten Tag hatte er sich an die Spitze des erlesenen Feldes gesetzt und diese bis zum Samstag souverän behauptet. Doch beim großen Finale lief es vom Start weg nicht mehr rund. Nach acht Löchern hatte der gebürtige Tscheche durch vier Bogeys und einen Doppel-Bogey an der vier nach einem Schlag ins Wasser bereits sechs Schläge und damit auch die Führung eingebüßt.

Sein einziges Birdie an der zehn weckte kurz noch mal Hoffnung, doch neuerliche Bogeys an der zwölf und 13 erstickten diese im Keim. Pech kam auch noch hinzu, denn bei drei Birdie-Putts wollte der Ball einfach nicht fallen. Keine Ausrede war seine Handblessur. "Es war nicht hundertprozentig in Ordnung, aber das ist keine Entschuldigung für schlechte Schläge", sagte Cejka, der den letzten seiner vier Triumphe auf der Europa-Tour 2002 errungen hatte.

Stenson nutzt seine Chance

Cejka entnervt, Woods nicht in Schwung - da war der Weg frei für Stenson. Der 33-Jährige aus Göteborg zelebrierte am Schlusstag Golf vom Allerfeinsten, leistete sich keinen Bogey und setzte sich mit sechs Birdies an der Spitze immer mehr ab. Am Ende lag er mit 276 Schlägen vier Schläge vor dem zweitplatzierten Engländer Ian Poulter und kassierte für seinen zweiten Erfolg in den USA einen Scheck über 1,71 der insgesamt 9,5 Mill. Dollar Preisgelder.

"Dieser Sieg wird vieles verändern. Es ist wichtig zu sehen, dass ich alle guten Spieler schlagen kann. Ich hoffe, dass ich bald auch bei einem Major-Turnier so eine Schlussrunde spielen kann", sagte der Familienvater.

Stenson hatte schon vor zwei Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Bei der World Golf Championship in Doral zog er sich vor einem Schlag aus dem Wasser bis auf die Unterwäsche aus. Die nackten Tatsachen gingen damals bilderreich um die Welt.

© SID

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