Golf PGA
Debütant Ferrie übernimmt Führung bei US Open

Gleich bei seinen ersten US Open konnte sich Kenneth Ferrie in Szene setzen. Der Engländer übernahm nach der dritten Runde mit 212 Schlägen zusammen mit dem US-Amerikaner Phil Mickelson die Führung bei den 106. US Open.

Kenneth Ferrie konnte einen erfolgreichen Einstand feiern. Der englische Debütant und der zweimalige US-Masters-Champion Phil Mickelson aus den USA haben am dritten Tag der 106. US Open der Golfprofis die Führung übernommen. Das Duo benötigte jeweils 212 Schläge, lag damit auf dem extrem schweren Par-70-Platz im Winged Foot Golf Club in Mamaroneck/New York zwei Schläge über dem Platzstandard.

Am Vortag hatte US-Superstar Tiger Woods erstmals in seiner elfjährigen Profikarriere den Cut bei einem der vier Major-Turniere verpasst. Deutsche Profis sind in Mamaroneck nicht am Start.

Mit der besten Tagesrunde von 69 Schlägen schob sich Mickelson einen Tag nach seinem 36. Geburtstag vom siebten auf den ersten Platz vor. Der Linkshänder darf nach dem Gewinn der US PGA Championchip und des US Masters weiter vom "Mickel-Slam" träumen. Hierfür müsste er neben den US Open auch noch im Juli die British Open in der Heimat von Kenneth Ferrie gewinnen. Der 27-Jährige Engländer wäre bei der US Open der erste europäische Gewinner seit Tony Jacklin 1970 und der erste siegreiche Debütant seit Francis Ouimet 1913.

Konkurrenz ist dicht auf den Fersen

Die Meute aber saß Mickelson und Ferrie allerdings dicht im Nacken. Mit nur einem Schlag Rückstand folgte auf Rang drei der Australier Geoff Ogilvy, einen weiteren Schlag zurück lauerten Vijay Singh (Fidschis), Ian Poulter (England) sowie Colin Montgomerie (Schottland) und Steve Stricker (USA), die an den ersten beiden Tagen geführt hatten.

Gesprächsthema Nummer eins am Rande des West Course war auch am "Tag danach" Tiger Woods, der nach seinem Ausscheiden im Blickpunkt der Medien stand. Zwei Dutzend TV-Kameras und eine Heerschar Journalisten drängten sich um den 30-jährigen Kalifornier, der nach einer neunwöchigen Turnierpause und zwei 76er Runden drei Schläge zuviel auf dem Konto hatte.

Erstmals seit dem US Masters im April war er an den Abschlag gegangen, musste in dieser Zeit den Tod seines Vaters Earl verkraften. Diesen Schicksalsschlag wollte Woods aber nicht als Entschuldigung heranziehen. "Meine Abschläge waren nicht gut, meine Eisenschläge auch nicht. Zudem hatte ich nicht das richtige Tempo. Das alles zusammen war keine gute Mischung", sagte der Weltranglistenerste. Die Fakten belegten dies schonungslos. Nur insgesamt siebenmal traf er das Fairway, zudem nur jedes zweite Grün. Außerdem benötigte er 63 Putts.

Trost erhielt Woods vom ebenfalls gescheiterten Titelverteidiger Michael Campbell (152): "Er ist das erste Mal seit dem Tod seines Vaters dabei. Also Leute, er ist emotional aufgewühlt. Das ist menschlich. Man muss ihm einfach etwas Kredit geben." Für den Neuseeländer könnte Woods aus dem familiären Schicksalsschlag sogar gestärkt hervorgehen: "Die Zeit heilt alle Wunden, vielleicht gibt ihm dies sogar noch mehr Kraft. Ich sage Euch: Er gibt nie auf."

Das sieht auch Woods so, der sein nächstes Ziel denn auch gleich klar formulierte: "Hoffentlich gewinne ich die British Open. " Sein nächstes Turnier bestreitet er erst wieder vom 6. bis 9. Juli in Lemont/Illinois.

© SID

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