Golf PGA
Langer scheitert in Augusta am Cut

Bernhard Langers Traum von einem dritten Sieg bei den US-Masters der Golfprofis in Augusta platzte schon nach Tag zwei. Der Sieger von 1985 und 1993 scheiterte am Cut. Vorne liegt das Duo Brett Wetterich und Tim Clark.

Golfprofi Bernhard Langer hatte sich seine 25. Teilnahme beim US-Masters in Augusta/Georgia sicherlich anders vorgestellt. Der Anhausener verpasste bei seinem "Jubiläumsstart" mit insgesamt 155 Schlägen (78+77) den Cut von 152 deutlich und verabschiedete sich erstmals in seiner Karriere ohne einen einzigen Birdie aus einem Profiturnier.

Die Führung teilten sich Rookie Brett Wetterich (USA) und Tim Clark (Südafrika) mit jeweils 142 Schlägen. Der Weltranglistenerste Tiger Woods (USA) belegte mit fünf Schlägen Rückstand den 15. Rang. Titelverteidiger Phil Mickelson (USA/149) stand auf Position 27 mit dem Rücken zur Wand. Insgesamt blieben in Augusta nach zwei Tagen nur drei Golfer unter dem Platzstandard.

"Überraschend kommt es nicht"

"Das ist mir noch nie passiert, aber überraschend kommt es nicht", kommentierte Langer sein Aus. Der Anhausener machte die Veränderung des Kurses zu Gunsten der Weitenjäger und die knochenharten Grüns für den schwachen Masters-Auftritt verantwortlich.

Trotzdem verabschiedete sich der Anhausener nicht ohne Wehmut von seinem Lieblingsturnier. Am Freitag vergab er gleich sieben oder acht Birdiechancen, die bei erfolgreicher Verwertung zum Überstehen des Cuts gereicht hätten: "Wenn der eine oder andere Ball fällt, hätte ich sogar ein gutes Ergebnis haben können."

"Jeder kann das Turnier gewinnen"

Angesichts der widrigen Witterungsverhältnisse (Bodenfrost am Morgen und ein böiger Wind) wollte Langer auch keine Prognose für den Sieg beim ersten Saisonhöhepunkt des Jahres wagen. "Jeder, der hier in diesem Jahr ein Par spielt, kann das Turnier gewinnen."

Dieser Meinung schloss sich auch Woods an. "Jeder Birdie muss hart erarbeitet werden. Die letzten beiden Tage werden eine Tortur", prognostizierte der Weltranglistenerste. Der 31-jährige Amerikaner freute sich nach einer für ihn untypischen Runde mit sechs Bogeys, vier Birdies und zwei Schlägen ins Wasser zumindest, dass er noch zum erweiterten Kreis der Titelanwärter gehörte.

"Habe mich noch nie aufgegeben"

"Mit ein paar spektakulären Putts konnte ich eine miese Runde Golf retten. Statt meiner 74 Schläge hätten es auch 90 sein können. Ich habe mich noch nicht aufgegeben", sagte Woods. Selbst Mickelson verdarben sieben Schläge Rückstand nicht die Laune: "Das Turnier ist völlig offen. Jeder, der noch dabei ist, kann gewinnen."

Der erstmals für das Masters qualifizierte Wetterich freute sich derweil diebisch über seinen Überraschungscoup. Seine simple Erklärung für den Sprung an die Spitze des Leaderboards: "Ich habe nicht nach rechts oder links geschaut. Im Prinzip wollte ich nur so viele Pars wie möglich spielen." Die Möglichkeit eines Titelgewinns für den Rookie wollte selbst Woods nicht ausschließen: "Bei diesen Verhältnissen ist alles möglich. Für einen Rookie wie für einen Veteranen."

Für eine Rekordmarke sorgte Fred Couples. Der 48 Jahre alte US-Amerikaner wurde mit 152 Schlägen 46. und schaffte damit zum 23. Mal in Folge beim Masters den Cut. Der Masters-Sieger von 1992 egalisierte die Bestmarke von Gary Player, dem von 1959 bis 1982 ebenfalls immer die Qualifikation gelang. Am Freitag schied der 71-jährige Südafrikaner allerdings bei seinem 50. Masters mit 160 Schlägen auf dem 89. Platz aus. Player hatte das Turnier dreimal gewonnen.

© SID

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