Golf PGA
Tiger Woods triumphiert bei den US Open

Tiger Woods hat nach einem kräftezehrenden Duell mit Rocco Mediate doch noch die US Open gewonnen. Der Superstar feierte damit seinen 14. Triumph bei einem Major-Turnier.

Golf-Superstar Tiger Woods hat nach einer unglaublichen Aufholjagd zum dritten Mal die US Open gewonnen und damit seinen 14. Triumph bei einem Major-Turnier gefeiert. Der 32-Jährige lag wie schon nach der vierten Runde auch im Play-off über 18 Löcher vor dem Schlussloch einen Schlag gegen seinen US-Rivalen Rocco Mediate zurück, erzwang aber erneut mit einem Birdie die Verlängerung. Dort setzte sich Woods am ersten Extra-Loch an der sieben gegen den krassen Außenseiter Mediate durch und kassierte dafür 1,3 der insgesamt 7,0 Mill. Dollar Preisgelder.

Rocco Mediate und Tiger Woods hatten nach vier Runden jeweils 283 Schläge auf dem Konto und mussten damit am Montag eine Sonderschicht einlegen. Dort sah es zunächst nach einem klaren Erfolg für den Favoriten Tiger Woods aus. Nach zehn Löchern lag der 32-Jährige mit drei Schlägen in Führung, ehe ihm mit zwei Bogeys in Folge langsam das Spiel entglitt. Dafür trumpfte Mediate mit drei Birdies in Serie an den Löchern 13, 14 und 15 mächtig auf und ging in Führung. An der 18 missriet ihm der Abschlag, so rettete er eben noch das Par, während Woods den Rückstand noch wettmachte.

Tiger Woods kämpft trotz großer Schmerzen

Woods hatte auf der Runde immer wieder mit sich selbst gehadert, als es so aussah, dass er bei seinem Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause den Sieg noch aus der Hand geben muss. Mitte April waren Woods Knorpelteile im linken Knie entfernt worden, die Folgen waren auf dem längsten US-Open-Kurs der Geschichte zu sehen. Immer wieder wurde er von Schmerzen geplagt, zwischenzeitlich humpelte er sogar.

Dennoch lieferte der Branchenprimus eine großartige Leistung ab. Am Sonntag hatte er sich bereits mit einem denkwürdigen Schlag ins Play-off gerettet. Unter gewaltigem Druck schob er einen Putt aus rund vier Metern zum notwendigen Birdie ein und fing damit den im Klubhaus harrenden Rocco Mediate noch ab. "Das Grün war ein wenig holprig. Ich musste einlochen, um noch eine Chance zu haben. Das war alles, was ich wollte", sagte Tiger Woods, der an diesem Tag einmal mehr demonstrierte, dass er besonders in schwierigen Situationen herausragende Schläge herbeizaubern kann.

Mediate:" Ich könnte nicht glücklicher sein als heute" Der tragische Verlierer war am Ende Rocco Mediate, der vor der Entscheidung noch frohlockt hatte. "Oh mein Gott, ich spiele gegen den größten Golfer aller Zeiten um den Sieg bei den US Open. Was sollte ich mir mehr wünschen? Natürlich hätte ich gerne an der 18 ein Birdie gespielt, habe ich aber nicht. Dennoch könnte ich nicht glücklicher sein als heute , sagte der 47-Jährige, der fünf Turniere auf der US-Tour gewonnen hatte. Der letzte Erfolg liegt aber bereits sechs Jahre zurück.

Mediate wäre seit Einführung der Weltrangliste 1986 der erste Spieler außerhalb der Top 100 gewesen, der die US Open gewinnt. Mediate belegte vor dem Turnier den 157. Platz, nun wird er im Ranking auch mit Platz zwei einen gewaltigen Sprung nach vorn machen.

Martin Kaymer nur auf Platz 53

Wenig Freude hatte der deutsche Aufsteiger Martin Kaymer auf der Schlussrunde. Der Jungprofi fiel nach einem katastrophalen Start mit fünf Bogeys an den ersten sieben Löchern vom 19. auf den 53. Platz zurück. Nach drei viel versprechenden Runden benötigte der 23-Jährige aus Mettmann vor 50 000 Zuschauern 77 Schläge und vergab damit die durchaus mögliche Top-10-Platzierung.

Kleiner Trost für Kaymer: Bei seinem zweiten Major-Start nach dem US Masters im April in Augusta überstand er zumindest erstmals den Cut. "Das war mein erstes Ziel. Außerdem habe ich auch wieder viel gelernt", sagte der Rheinländer.

© SID

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