Golf PGA
Überraschungssieg für Angel Cabrera

Durch eine 69er Schlussrunde holte sich der Argentinier Angel Cabrera den Sieg bei den 107. US Open. Einen Platz und jeweils einen Schlag hinter dem 37-Jährigen lag das US-Duo Tiger Woods und Jim Furyk.

Die 107. US Open in Oakmont/Pennsylvania endeten mit einer Überraschung: Als zweiter Argentinier in der Golf-Geschichte hat Angel Cabrera eines der vier Major-Turniere gewonnen. Der 37-Jährige aus Cordoba siegte nach einer 69er Schlussrunde vor dem US-Duo Tiger Woods und Jim Furyk, die beide einen Schlag mehr benötigten.

Fünfter Außenseitersieg in Folge

Damit bleiben die US Open für die besten Golfer der Welt eine uneinnehmbare Festung. Cabrera trug sich als fünfter Außenseiter in Folge in die Siegerliste des zweiten Major-Turniers des Jahres ein. Der 41. der Weltrangliste feierte vor den Toren Pittsburghs den größten Erfolg seiner Karriere und ist nach Roberto de Vicenzo (British Open/1967) erst der zweite Argentinier, der ein Golf-Major gewinnen konnte.

Es war ein Tag, an dem sich mancher nach Augusta zurücksehnte. "Dieser Kurs ist schwieriger als der des Masters. Es war brutal", sagte Woods und sprach vielen Kollegen aus der Seele. Tatsächlich endeten auf den schnellen und schwierigen Grüns des "Monsters" von Oakmont/Pennsylvania viele Titelträume schon vor dem Schlusstag. Nur acht Runden Golf blieben an den vier Tagen mit einem Ergebnis unter Par (70 Schläge), zwei davon spielte der um rund 1,3 Mill. Dollar reichere Sieger.

Eine Stunde Warten auf den Triumph

Und selbst der musste nach zwei Bogeys am 16. und 17. Loch der Schlussrunde noch gut eine Stunde um den Triumph bangen. Erst als der erwartete Schlussspurt von Woods wie im Vorjahr ausblieb und der Weltranglistenerste mit einer 72 (zwei über Par) die Chance auf den dritten US-Open-Erfolg nach 2000 und 2002 verspielte, durfte Cabrera jubeln. "Dieser Moment ist schwer zu beschreiben. Wahrscheinlich werde ich erst merken, was passiert ist, wenn ich mit dem Pokal neben mir im Bett aufwache."

Woods realisierte derweil schnell, dass sein Schwung und vor allem sein Putter ihn im Stich ließen. Der werdende Vater schaffte auf der letzten Runde nur ein einziges Birdie, musste sogar - für ihn völlig ungewohnt - rund ein Dutzend Mal um das Par zittern.

Gratulation von Woods

"Gratulation an Angel. Er hat seinen Job erledigt, ich nicht", sagte Woods nüchtern. Dessen Fluch hält weiter an. Woods konnte in seiner Karriere noch kein Major gewinnen, wenn er nicht vor der Schlussrunde in Führung lag. Zwölfmal lag er dagegen vorn - und zwölfmal siegte er.

Mit dem Erfolg Cabreras, der fünf Schläge über Par blieb, konnte der US-Open-Sieger bereits zum dritten Mal in Folge das Par nicht brechen. Zu weiteren Opfern des wohl schwersten Kurses der USA gehörten unter anderem Vijay Singh (Fidschi/20.), Vorjahressieger Geoff Ogilvy (Australien/42.), der nach dem dritten Tag in Führung liegende Aaron Baddeley (Australien/13.) und der Weltranglistenzweite Phil Mickelson (USA), der erstmals nach 30 Turnieren bei einem Major am Cut gescheitert war. Deutsche Spieler hatten sich nicht qualifiziert.

© SID

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