Golf PGA
Woods mit perfektem Endspurt zum Sieg

Mit einer furiosen Schlussrunde hat sich Tiger Woods doch noch den Sieg bei den Arnold Palmer Invitational in Orlando geholt. Der "Tiger" war einen Schlag besser als Sean O'Hair.

Der Tiger schlägt wieder zu: 286 Tage nach seinem US-Open-Triumph hat sich Eldrick "Tiger" Woods in Orlando nach achtmonatiger Verletzungspause beim Arnold Palmer Golf Invitational spektakulär in den Siegerlisten zurückgemeldet. Mit hoch in den kühlen Abendhimmel gestreckter "Tiger-Faust" sprang Woods seinem Caddy Steve Williams in die Arme, als der Ball zum Birdie ins 18. Loch rollte.

Zwei Wochen vor dem US Masters in Augusta (9. bis 12. April) schien der bestbezahlte Sportler der Welt von einer Zentnerlast befreit. "Es ist, als wäre ich nie weg gewesen. Es ist großartig, wieder dabei zu sein, die Erregung am letzten Loch zu spüren. Und dann das Riesengefühl, ein Golfturnier zu gewinnen", sagte der sichtlich aufgelöste Woods, der seinen Spitznamen Tiger bei der Geburt von einem vietnamesischen Kriegskameraden seines Vaters erhalten hatte.

Woods macht in der Dämmerung alles klar

In der Dämmerung des Schlusstages hatte der routinierte US-Profi im Blitzlichtgewitter zahlreicher Fan-Kameras und nervös auf dem Rasen tänzelnd dem Ball beim letzten Schlag hinterher geschaut. Aus rund viereinhalb Metern fand der Ball schließlich treffsicher das Ziel zum 66. US-Tour-Sieg von Woods, der dafür 1,044 Mill. Dollar kassierte.

In seiner Wahlheimat Florida hatte der gebürtige Kalifornier mit einer furiosen letzten Runde auf dem Par-70-Kurs des Bay Hill Clubs fünf Schläge Rückstand wettgemacht und seinen bis dahin führenden US-Landsmann Sean O'Hair in der Endabrechnung noch um einen Schlag auf Platz zwei verwiesen. Damit verteidigte der 33-Jährige auch die Führung in der Weltrangliste, die er nun seit 199 Wochen ununterbrochen anführt.

Sechster Titel auf der Bay-Hill-Anlage

Woods bestritt in Orlando sein drittes Saisonturnier, nachdem er Mitte März im Anschluss an eine langwierige Knieverletzung sein Comeback gegeben hatte. "Es ist immer schön, vor Augusta ein Turnier zu gewinnen. Und das ist mir in diesem Jahr wieder gelungen. Es zeigt, dass all die Arbeit während der letzten Monate richtig und wertvoll war", sagte Woods, der auf der Bay-Hill-Anlage bereits zum sechsten Mal gewann.

Dass die Rückkehr in die Erfolgssspur erst im dritten Anlauf klappte, sieht der praktizierende Buddhist gelassen: "Ich bin von Turnier zu Turnier besser geworden. Ich musste erst wieder das richtige Gespür finden, da ich in den letzten Monaten nur auf dem Abschlagplatz oder beim Putten trainiert habe."

Hinsichtlich des Masters gab sich der im Navy Blazer des Orlando-Siegers gekleidete US-Superstar bei der Siegerehrung optimistisch: "Der Sieg heute war dafür sehr wertvoll. Er gibt viel Selbstvertrauen", sagte Woods, der nun Topfavorit für das Grüne Jacket des Masters-Siegers ist. Das Masters hat er seit 1997 viermal gewonnen, zuletzt vor vier Jahren.

© SID

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