Golf PGA
Woods scheitert bei US Open am Cut

Zum ersten Mal in seiner Profikarriere hat Golfprofi Tiger Woods bei einem Major-Turnier den Cut verpasst. Mit zwölf Schlägen über Par scheiterte der Weltranglistenerste bei den US Open, in Führung liegt Steve Stricker.

Die größte Enttäuschung seiner zehnjährigen Profikarriere hat Golfprofi Tiger Woods bei den 106. US Open in Mamaroneck hinnehmen müssen. Der Weltranglistenerste spielte auf dem Par-70-Kurs im US-Bundesstaat New York wie bereits zum Auftakt nur eine 76er Runde und scheiterte damit bei einem Major-Turnier erstmals am Cut. Mit einer 152 benötigte der US-Stargolfer nach zwei Runden drei Schläge mehr als gefordert und kann bereits zur Halbzeit des mit 6,25 Mill. Dollar dotierten Turniers seine Koffer packen.

Woods fehlt "das richtige Tempo"

"Ich habe nicht gut gespielt", sagte der Weltranglistenerste. Ausreden suchte Woods nicht, vielmehr übte er sich in Selbstkritik: "Meine Abschläge waren nicht gut, meine Eisenschläge auch nicht. Zudem hatte ich nicht das richtige Tempo. Das alles zusammen war keine gute Mischung." Die Fakten belegten dies schonungslos. Nur insgesamt siebenmal traf er das Fairway, zudem nur jedes zweite Grün. Außerdem benötigte er 63 Putts.

Der 30-Jährige, der erstmals seit dem US Masters im April und dem Tod seines Vaters Earl wieder an den Abschlag ging, hatte die US Open 2000 und 2002 gewonnen. Trost erhielt Woods vom ebenfalls gescheiterten Neuseeländer Michael Campbell (152): "Er ist das erste Mal seit dem Tod seines Vaters dabei. Also Leute, er ist emotional aufgewühlt. Das ist menschlich. Man muss ihm einfach etwas Kredit geben."

Für Vorjahressieger Campbell könnte Woods aus dem familiären Schicksalsschlag sogar gestärkt hervorgehen: "Die Zeit heilt alle Wunden, vielleicht gibt ihm dies sogar noch mehr Kraft. Ich sage Euch: Er gibt nie auf." Das sieht auch Woods so, der sein nächstes Ziel denn auch gleich klar formulierte: "Hoffentlich gewinne ich die British Open." Sein nächstes Turnier bestreitet er erst wieder vom 6. bis 9. Juli in Lemont/Illinois.

Stricker erobert die Führung

Die Halbzeit-Führung sicherte sich unterdessen der US-Amerikaner Steve Stricker, der nach einer 69er Runde mit einem Schlag unter Par (139) allerdings nur knapp vor dem Schotten Colin Montgomerie (140) liegt. Platz drei teilen sich der Australier Geoff Ogilvy und der Engländer Kenneth Ferrie (141), auf Rang fünf folgen Jim Furyk (USA) und der Ire Padraig Harrington (143). Insgesamt schafften 63 der 156 Starter im Winged Foot Golf Club die Qualifikation für die beiden Schlussrunden. Deutsche Profis waren in Mamaroneck nicht am Start.

Mit nur einem Schlag Rückstand auf Spitzenreiter Stricker darf "Monty" Montgomerie weiter auf seinen ersten Major-Titel hoffen. "Die Hälfte ist gemacht, lasst uns über den Sieg reden", erklärte der 42-Jährige, der bei den US Open zum letzten Mal im Jahr 1997 an den Schlussrunden teilnahm.

© SID

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