Golf Ryder-Cup
Deutschland will Ryder Cup 2018 ausrichten

Deutschland bewirbt sich um die Ausrichtung des Ryder Cups im Jahre 2018. Golf-Idol Bernhard Langer dient als Zugpferd der Kampagne, ein Austragungsort wird noch gesucht.

Deutschland bewirbt sich um eines der bedeutendsten Sportereignisse der Welt. Mit "Frontmann" Bernhard Langer soll der Ryder Cup der Golfprofis im Jahr 2018 ins Land geholt werden. Dies gab die am 10. Oktober gegründete Berwerbungsgesellschaft RC Deutschland Gmbh am Mittwoch bekannt.

Diese wird nun die offizielle Bewerbung für die Ausrichtung des traditionellen Kontinentalvergleichs zwischen Europa und den USA vorbereiten. Die Entscheidung über die Vergabe durch die zuständige Ryder Cup Ltd. soll erst nach der kommenden Austragung 2010 in Newport/Wales fallen.

Langer wandelt auf den Spuren Beckenbauers

Kontrahenten sind nach derzeitigem Stand Schweden, Spanien, Portugal und Frankreich. Der Ryder Cup gilt nach Olympia und Fußball-WM als weltweit größte mediale Veranstaltung mit insgesamt bis zu 800 Mill. TV-Zuschauern an den drei Wettkampftagen.

Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer soll der Bewerbung im Stile eines Franz Beckenbauer bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland vorstehen. Der mehrmalige Ryder-Cup-Sieger, der 2004 als Kapitän Europas Team zum Rekordsieg gegen die USA führte, will sich mit ganzer Kraft einsetzen: "Den Ryder Cup nach Deutschland zu holen, ist unser aller erklärtes Ziel. Wir haben als Land in der Vergangenheit bewiesen, im Bereich von Sportgroßveranstaltungen Einzigartiges, nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional, leisten zu können."

"Enormer Schub für den deutschen Golfsport"

Dabei wird die Langer Golf Gmbh mit den Brüdern Bernhard und Erwin den Deutschen Golf-Verband (DGV) und die nationale Spielervereinigung PGA of Germany unterstützen. DGV-Präsident Wolfgang Scheuer erklärte: "Ein Ryder Cup in Deutschland hätte eine große Signalwirkung und würde einen enormen Schub für den deutschen Golfsport bedeuten." Nach Wales 2010 ist vier Jahre später das schottische Gleneagles der nächste europäische Ausrichter.

Um ein Event wie den Ryder Cup durchführen zu können, wird auch entsprechender Platz benötigt. "Ob es zu einem Ausbau einer bestehenden Anlage kommt oder ein komplett neuer Platz gebaut wird, wird sich in den kommenden zwei Jahren entscheiden", erklärte Erwin Langer, Organisator der Mercedes-Benz Championship in Pulheim, einem der größten Turnier der Europa-Tour, dem sid.

Bewerber sehen dank Langer gute Erfolgschancen

Die Chancen auf einen Erfolg bei der Bewerbung stuft Erwin Langer als gut ein: "Wir haben große Chancen. Deutschland hat bewiesen, dass es große Ereignisse stemmen kann." Ein gewichtiges Pfund dürfte auch der Name Bernhard Langer sein. "Er hat soviel für den Ryder Cup getan. Das ist Geschichte. Natürlich werden mir mit seinem Namen offensiv agieren."

Wichtig ist es nun, die notwendigen Gelder zu beschaffen. Stefan Quirmbach, Präsident der PGA of Germany, erklärte dazu: "Es ist jetzt unsere Aufgabe, Politik und Wirtschaft für die Idee zu begeistern. Wenn uns das gelingt - und nur dann - haben wir eine sehr gute Chance, dass in Deutschland ein neues Golf-Zeitalter anbricht."

Der Ryder Cup wird seit 1927 alle zwei Jahre im Wechsel in den USA und Europa durchgeführt. Auf dem europäischen Festland war bislang nur Spanien mit Valderrama 1997 Gastgeber. Aktueller Titelträger ist das US-Team nach seinem 16,5:11,5-Sieg im September im Louisville/Kentucky gegen Europa.

© SID

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