Golf Ryder-Cup
Kapitän Faldo will historischen Ryder Cup-Triumph

Europas Golf steht vor einem historischen Sieg. Noch nie haben Teams vom Alten Kontinent viermal in Folge den prestigeträchtigen Ryder Cup gegen die USA für sich entschieden.

Wenn Kapitän Nick Faldo sein Team heute auf den Platz schickt, steht Europas Golf vor einem historischen Sieg. Noch nie haben Mannschaften vom Alten Kontinent viermal in Folge den prestigeträchtigen Erdteilkampf gegen die USA um den Ryder Cup für sich entschieden. Und die Chancen für die Titelverteidiger an den drei Tagen im Golfclub von Valhalla in Louisville/Kentucky (live auf Premiere) gegen die Gastgeber stehen bei über 50 Prozent.

"Lehrling" Martin Kaymer wird vor Ort die Daumen drücken. Der deutsche Shootingstar hatte denkbar knapp nur um einen Qualifikationsrang die Teilnahme verpasst, wurde aber von Nick Faldo als Ersatzmann nominiert. Der 23-Jährige nahm die Einladung an, seine Schläger aber nicht mit. "Ich bin hier nur Gast. Ich hoffe, dass alle, die sich qualifiziert haben, auch spielen. Sie haben es verdient", sagte der Rheinländer sportlich fair.

Martin Kaymer ist zum Lernen vor Ort

Aber auch in der Rolle des Zuschauers kann Kaymer Erfahrungen sammeln, die er möglicherweise bereits bei der nächsten Austragung 2010 in Wales anwenden kann. Lernen kann er vor allem von Kapitän Faldo, der mit elf Teilnahmen Europas Rekordteilnehmer vor dem Anhausener Bernhard Langer (10) ist, und ein schweres Erbe antritt. Seine Vorgänger Langer (2004) und Ian Woosnam (Wales/2006) hatten Europa jeweils zu 18,5:9,5-Rekordsiegen gegen die USA geführt.

Aber Faldo wäre sicher schon zufrieden, wenn es am Ende der insgesamt 28 Partien 14,5:13,5 stehen würde. Bauen kann er dabei auf eine Mannschaft, die mehr Ryder-Cup-Erfahrung als der Gegner besitzt und auch in der Weltrangliste die besser platzierten Spieler hat. Dies liegt aber auch daran, dass Faldos Gegenüber Paul Azinger auf Ausnahmespieler Tiger Woods verzichten muss. Die Nummer eins der Welt wird nach einer Knieoperation in diesem Jahr nicht mehr in den Turnierzirkus zurückkehren.

Woods wird die 37. Auflage des weltweit viel beachteten Duells mit insgesamt rund 800 Mill. Zuschauern nur vor dem Fernseher verfolgen. "Ich komme nicht. Aber Paul oder seine Spieler können mich jederzeit anrufen, wenn ich irgendwie helfen soll. Ich wünsche der Mannschaft von ganzem Herzen, dass sie den Cup holt", erklärte der Kalifornier.

Europa setzt auf ausgeprägten Teamgeist

Dagegen werfen die Europäer geballte Kraft und einen ausgeprägten Teamgeist in die Waagschale. "Rudelführer" sind der emotionale Spanier Sergio Garcia, der Engländer Lee Westwood und der Ire Padraig Harrington, der in diesem Jahr die British Open und die US-PGA-Championship gewann. Während Faldo vier Neulinge im Team hat, besteht Azingers Team gleich zur Hälfte aus Ryder-Cup-"Rookies". Prominentester und mit sieben Teilnahmen zugleich erfahrenster Spieler der Gastgeber ist der zweimalige US-Mastersieger Phil Mickelson.

Gespielt werden an den ersten beiden Tagen jeweils acht Doppel sowie am Schlusstag zwölf Einzel. Die US-Profis müssen gewinnen, um erstmals seit 1999 wieder den goldenen Pokal in den Händen halten zu dürfen, Europa reicht dagegen bereits ein 14:14-Unentschieden. Die Doppel und Einzel werden jeweils im Matchplay-Format ausgetragen. Der Ryder Cup wurde 1927 erstmals ausgetragen. Ins Leben rief ihn Samuel Ryder, der sein Geld damals mit dem Verkauf von Blumensamen verdiente.

© SID

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