Golf Ryder-Cup
Team Europa geht beim Ryder-Cup in Führung

Beim 36. Ryder-Cup der Golfprofis im irischen Straffan ist Titelverteidiger Europa mit 5:3 in Führung gegangen. Bei den ersten vier Vierern konnte lediglich das Traum-Duo Woods/Furyk einen Sieg für die USA erringen.

Team Europa hat beim 36. Ryder Cup der Golfprofis in Straffan (Irland) einen ersten Schritt Richtung Titelverteidigung gemacht. Die Mannschaft von Kapitän Ian Woosnam (Wales) lag nach dem ersten Tag des traditionellen Kontinentalvergleichs gegen die von Superstar Tiger Woods angeführten US-Amerikaner mit 5:3 Punkten vorn. Deutlich wurde aber schnell, dass es für die Favoriten im "K Club" kein Spaziergang wie 2004 wird. In Bloomfield Hills in Michigan hatten die Europäer unter ihrem deutschen Kapitän Bernhard Langer mit 18,5:9,5 noch einen Rekordsieg erzielt.

Damals lag die Mannschaft nach dem ersten Tag bereits mit 6,5:1,5 vorn, doch noch einmal wird das Team des neuen US-Kapitäns Tom Lehman nicht zur leichten Beute. Superstar Tiger Woods präsentierte sich an der Seite seines Wunschpartners Jim Furyk konzentriert und war vor 45 000 Zuschauern bemüht, seine negative Ryder-Cup-Bilanz mit nur sieben Siegen in 20 Partien aufzupolieren.

Woods mit ungewohnten Schwächen

Nicht immer operierte der unangefochtene Branchenführer glücklich, wurde mehrere Male von seinem Partner Furyk aufgefangen. "Glücklicherweise hat Jim konstant gespielt. Es ist gut, wenn man einen stabilen Partner hat", sagte Woods, der mit dem Weltranglistenzweiten zum Auftakt mit 1 auf gegen Lokalmatador Padraig Harrington und "Mr. Ryder Cup" Colin Montgomerie aus Schottland siegte.

Problematischer verlief das zweite Match des Tigers mit Furyk. Gegen den überragend spielenden Spanier Sergio Garcia und den Engländer Luke Donald lagen sie zwischenzeitlich mit zwei Lochverlusten zurück, kämpften sich aber wieder heran. Als Woods/Furyk mit 1 down auf das Schlussloch gingen, unterlief aber ausgerechnet Furyk ein verhängnisvoller Fehler. Sein Schlag aufs Grün landete im Wasser, dahin war die Chance auf eine Punkteteilung.

Sergio Garcia blieb damit auch im zweiten Match des Tages ungeschlagen. Gemeinsam mit Landsmann Jose Maria Olazabal hatte er mit einem drei und zwei gegen David Toms und Brett Wetterich den höchsten Erfolg des ersten Tages errungen.

Wetterich war einer von drei Neulingen unter zehn Akteuren, die Tom Lehman am ersten Tag spielen ließ. Mit einem Sieg kehrte aber keiner zurück. J.J. Henry kam mit Stewart Cink gegen Paul Casey/Robert (England/Schweden) ebenso zu einem Remis wie Zach Johnson mit Chad Campbell gegen den Iren Harrington und Paul Mcginley, die in der Schlussphase leichtfertig einen komfortablen Vorsprung verspielten.

Woosnam mit guten Händchen

Lehmans europäischer Amtskollege Ian Woosnam brachte am Freitag gleich alle zwölf Spieler, von denen jeder mindestens einen halben Punkt beteiligt war. Die meisten Punkte neben Sergio Garcia holte ausgerechnet Lee Westwood (1,5). Woosnam war nach der Vergabe der Wildcard an den Engländer noch kritisiert worden, bewies aber mit dieser Maßnahme offenbar ein gutes Händchen.

© SID

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