Golf Tiger Woods hat Rücken und steigt aus

US-Golfprofi Tiger Woods zieht sich auf unbestimmte Zeit aus dem Turniergeschäft zurück. Ob er zurückkehrt, ist unklar. Der einst weltbeste Golfer leidet unter andauernden Problemen mit dem Rücken.
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Tiger Woods legt eine Pause ein Quelle: SID
Tiger Woods legt eine Pause ein

Tiger Woods legt eine Pause ein

(Foto: SID)

Los AngelesDer kriselnde Golf-Superstar Tiger Woods zieht sich auf unbestimmte Zeit aus dem Turniergeschehen zurück. Wie der 39-Jährige in einer Erklärung auf seiner Homepage bekannt gab, will er zu seiner Wettkampfform zurückfinden, ehe er wieder antritt.

"Ich muss jetzt eine Menge an meinem Spiel arbeiten und Zeit mit den Leuten verbringen, die mir wichtig sind", sagte Woods, der am Wochenende beim Turnier in San Diego in der ersten Runde wegen Rückenschmerzen aufgeben musste: "Mein Spiel und meine Ergebnisse sind derzeit nicht akzeptabel für Turnier-Golf. Ich will auf höchstem Level spielen, und wenn ich mich dafür bereit sehe, werde ich zurückkehren."

Woods liebäugelt mit einem Start beim Ende Februar beginnenden Honda Classic in Palm Beach Gardens/Florida. "Aber ich werde dort nicht spielen, wenn ich nicht konkurrenzfähig bin. Das wäre niemandem gegenüber fair", sagte Woods, der erstmals seit 18 Jahren nicht unter den besten 62 der Weltrangliste geführt wird. 

Woods erklärte, dass seine Rückenprobleme nicht von der Operation herrühren, der er sich im Vorjahr unterziehen musste. "Ich bin täglich bei der Physiotherapie, und es wird von Tag zu Tag besser", sagte er. Woods hatte Anfang vergangener Woche seine Lebenspartnerin Lindsey Vonn zum Auftakt der alpinen Ski-WM in Beaver Creek als Zuschauer unterstützt. Auch die Rekord-Weltcupsiegerin verfehlte bei der WM im US-Bundesstaat Colorado bisher ihre gesteckten Gold-Ziele klar. Der 39-jährige Woods und die 30-jährige Vonn hatten 2013 ihre Beziehung öffentlich gemacht.

Der Kalifornier hatte im Januar bei den Phoenix Open mit 11 über Par die schlechteste Runde seiner Profi-Karriere gespielt. Am vergangenen Donnerstag hatte er wegen Rückenschmerzen die erste Runde in San Diego abgebrochen. Der 39-Jährige ließ den Zeitpunkt für ein Comeback offen.

Er werde zurückkommen, „wenn ich denke, dass ich bereit dafür bin.“ Woods hat 79 PGA-Turniere sowie 14 Majors, die wichtigsten Turniere der Profi-Tour, gewonnen. „Ich habe gesagt, ich spiele ein Turnier, um auf höchstem Niveaus mithalten zu können“, schrieb Woods. Er werde nun Zeit „mit den Menschen verbringen, die wichtig für mich sind“. „Ich hoffe sehr, bald wieder spielen zu können.“

Welche Vorurteile stimmen, und welche nicht
Deutschlands ältester Golfer
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Vorurteil Nummer eins: Golfer sind alt.

Fakt ist, die über 60-Jährigen machen den Großteil der Golfer aus. Nur gut 89.000 der deutschen Golfer waren 2013 zwischen 21 und 40 Jahren alt. Der Gruppe der 41- bis 60-Jährigen gehörten 258.000 Männer und Frauen an. 234.000 Golfer sind älter als 61 Jahre.  Das liegt auch daran, dass Golf ein Sport ist, den man bis ins hohe Alter betreiben kann. Ein Vorteil gegenüber anderen Sportarten, der sich in der Statistik deutlich ablesen lässt.

Winstongolf Senior Open
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Vorurteil Nummer zwei: Golf ist elitär.

Der „Kaiser“ beim Golfen: Das Vorurteil stimmt nicht mehr, Golf gilt heute als Breitensport. „Golf ist längst kein elitärer Sport mehr“, sagt Josef Neff, der mit seiner Vitamin C Gesellschaft für Customer & Change Management viele Turniere im Auftrag von Firmen organisiert. „Vor 20 Jahren konnte eine Privatbank, die ein Turnier veranstaltet hat, sicher sein, ihre Zielgruppe ziemlich genau zu treffen.“ Doch das ist heute anders, denn Golf ist mehr und mehr zum Breitensport geworden. „Statistisch sind Golfspieler immer noch überdurchschnittlich gebildet und ausgebildet, verdienen überdurchschnittlich, aber die Zielgruppe ist längst nicht mehr so klar anzusprechen“, so Neff.

A St. Andrews souvenir golf ball is seen on a golf course in London
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Vorurteil Nummer drei: Golf ist teuer.

Auch dieses Vorurteil ist überholt. Über günstige Fernmitgliedschaften, den Club clubfreier Golfer oder öffentliche Clubs lässt sich relativ günstig Golf spielen. Auch die Golfclubs vor Ort, haben die Zeichen der Zeit erkannt. „Eine Jahresmitgliedschaft ist nicht teurer als ein einziger zweiwöchentlicher Skiurlaub“, sagt Hans Joachim Nothelfer, Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV). „Aber Golf zu spielen ist natürlich teurer, als sich die Joggingschuhe anzuziehen und durch die Rheinauen zu laufen.“ 

BMW Championship - Final Round
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Ausnahmen bestätigen aber wie so oft die Regel, und das Vorurteil: „Natürlich gibt es Clubs, die noch immer hohe Aufnahmegebühren und auch happige jährliche Beiträge fordern. Aber sie sind in der Minderheit“, so Nothelfer. „Wie in der Automobilbranche gibt es eben auch im Golfsport eine Premiumsegment. Bei Autos würde aber auch keiner auf die Idee kommen, alle Autos seien Luxuskarossen, nur weil die S-Klasse vollausgestattet extrem teuer ist.“

TOUR Championship by Coca-Cola - Final Round
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Vorurteil Nummer vier: Golfer tragen karierte Hosen.
Das ist natürlich Blödsinn, auch wenn es die karierten Hosen immer noch gibt – auch in den aktuellen Kollektionen der Golf-Ausrüster. Sie sind aber selten zu sehen. „Die letzten karierten Hosen habe ich bei einem Retro-Turnier gesehen“, sagt DGV-Präsident Nothelfer. „Da liefen alle in Hosen aus den 30er- und 40er-Jahren rum, also karierte Knickerbocker. Gespielt wurde mit Stahlschäften.“ Und natürlich auf der Tour, denn Profi-Golfer wie der Amerikaner Billy Horschel lieben die knallbunten Beinkleider.

Portland Classic - Round One
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Vorurteil Nummer fünf: Golf lehrt Demut.

Die deutsche Golfspielerin Sandra Gal in Portland: Dieses Vorurteil stimmt, meint DGV-Präsident Nothelfer: „Auf dem Platz bin ich im ständigen Wettkampf mit mir selbst. Ich muss zeigen, dass ich es heute schaffe, dass ich den Ball treffe, dass ich mein Handicap spiele. Das klappt nicht immer. Wenn wir gestresst und abgelenkt sind, schon gar nicht. Auch deshalb ist Golf eine tolle Sportart für Menschen, die im Job stark unter Druck stehen. Denn Golf entschleunigt.“

Nationwide Children's Hospital Championship - Final Round
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Vorurteil Nummer sechs: Der Golfplatz ist eine Kontaktbörse.

Nirgendwo lernt man wohl Menschen so schnell so gut kennen wie auf einer Golfrunde. In den vier oder mehr Stunden auf dem Platz zeigen Menschen ihren Charakter. Auch das Netzwerken funktioniert hervorragend, denn gerade bei Turnieren werden die Spieler vom Computer bunt zusammengewürfelt. Da wird dann auch die ein oder andere Visitenkarte ausgetauscht.

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