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Griechenland entreißt DBB-Korbjägern Turniersieg

Nichts war es mit einer erfolgreichen Titelverteidigung für die deutschen Basketballer beim 17. Supercup in Braunschweig. Trotz 30 Punkten von Dirk Nowitzki verlor das DBB-Team gegen Griechenland mit 57:66.

Eine mäßige EM-Generalprobe hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft beim 17. Supercup in Braunschweig hingelegt. Nach zwei deutlichen, aber spielerisch unansehnlichen Siegen verpasste das deutsche Team im letzten Match gegen Griechenland auch die Titelverteidigung. Vor 4 313 Zuschauern verlor die Mannschaft um Superstar Dirk Nowitzki gegen den Olympia-Fünften mit 57:66 (30:28).

Für das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann war es in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Serbien und Montenegro (16. bis 25. September) im fünften Spiel die erste Niederlage. Gegen die Griechen konnte NBA-Star Nowitzki mit 30 Punkten die letztlich verdiente Niederlage nicht verhindern. Außer dem gebürtigen Würzburger traf auf deutscher Seite kein Spieler zweistellig. Die ersten beiden Spiele beim Supercup hatte Deutschland am Freitag gegen Weißrussland (75:59) und am Samstag gegen Georgien (88:54) gewonnen.

"Das passiert uns nie wieder"

"Dass die anderen Spieler neben Dirk so schlecht treffen, passiert uns diesen Sommer nie wieder", meinte Bauermann. "Aber davon dürfen wir uns nicht verrückt machen lassen." Vor dem Aufeinandertreffen mit der Basketball-Macht Griechenland hatte der Coach noch auf eine "größere Herausforderung" als gegen die Weißrussen und Georgier (88:54) gehofft. Mannschaftskapitän Ademola Okulaja fühlte sich nach den beiden Siegen sogar unterfordert: "Wir sind noch nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen." Gegen Ex-Europameister Griechenland war diese jedoch schnell erreicht.

"Wir wollen mit Sicherheit keine Ausreden suchen, aber wir müssen jetzt schauen, dass alle fit werden. Es ist nicht mehr allzu viel Zeit bis zur EM. Es gibt noch viele Bereiche, in denen wir uns verbessern müssen", meinte Nowitzki.

Probleme auf der Spielmacher-Position

Der gebürtige Würzburger war gegen die Hellenen wie schon gegen Weißrussland im Offensivspiel oft auf sich allein gestellt. Es schien, als würden seine Mitspieler nur allzu gern die Verantwortung auf den Superstar schieben. "Der Rest darf nicht nur zuschauen, sondern muss aktiver werden", meinte Pascal Roller schon am Freitag. Für Bundestrainer Bauermann kein Grund zur Panik: "Dass einige Spieler zu zögerlich waren, weiß ich auch. Das ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen."

Ohne die verletzten Stammspieler Patrick Femerling (Meniskusoperation), Steffen Hamann (Kreuzbandriß) und Stefano Garris (Entzündung im Sprunggelenk) sowie die nur wenig eingesetzten Ademola Okulaja und Mithat Demirel (beide Knieprobleme) hatte die DBB-Auswahl erhebliche Probleme. Besonders im Aufbauspiel und im Offensivbereich machte sich das Fehlen der Spielmacher Hamann und Demirel bemerkbar. Der verbliebene Pascal Roller fand während des gesamten Turniers nie zu seiner Topform.

Nikagbatse mit EM-Chancen

Eigentlich wollte Bauermann schon nach dem Turnier seinen EM-Kader auf zwölf Aktive reduzieren. Doch die Verletzungsmisere verhindert diesen Schritt vorläufig. Für den Fall, dass der verletzte Demirel nicht mit zur EM reisen kann, denkt Bauermann indes über die Rückkehr des erst kürzlich aussortierten Misan Nikagbatse nach.

© SID

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