Gut gelaunt zum World Cup
Die perfekte Formel

Deutschlands Top-Golfer Bernhard Langer und Nachwuchsstar Marcel Siem bilden beim WGC World Cup auf Barbados ein vielversprechendes Team.

DÜSSELDORF. Die Vorweihnachtszeit in einem Golfjahr gilt als "silly season". Ein aberwitziger Zeitraum, in dem auf Showturnieren um unverschämt hohe Preisgelder gespielt wird. Ein Turnier, das in diesen Tagen jedoch von sportlicher Bedeutung ist, ist der WGC World Cup, der ab Donnerstag auf Barbados mit 23 Nationen ausgespielt wird. Für Deutschland treten Bernhard Langer und Marcel Siem an, die noch nie gemeinsam in einem Team gespielt haben.

1996 hat Langer letztmalig an einem World Cup teilgenommen. Ob die WM-Teilnahme in seiner ursprünglichen Saisonplanung veranschlagt war, ist nicht belegt, doch der Qualifikationsmodus machte es möglich. Am Stichtag (11. September) war Langer (einmal mehr) bester Deutscher in der Weltrangliste (127). Da er nicht unter den ersten 100 der Weltrangliste lag wurde ihm der zweitbeste Deutsche der Weltrangliste (Siem als 211ter) automatisch zugeteilt.

Langer/Siem ist eine interessante Konstellation. Auf der einen Seite der Altmeister, der sich stets den Anforderungen seines Sports anpassen konnte. In seinem Alter (49) gibt es kaum einen, der ihm sportlich das Wasser reicht. Der Mann aus Anhausen, der mit seiner Familie schon lange in Florida lebt, holt mit Einsatz, Willen, Talent und Disziplin noch immer alles aus sich raus, was möglich ist. Als zweifacher Major-Gewinner und europäischer Ryder-Cup-Legende mit über 60 Turniersiegen zählt er zu den größten deutschen Sportlern aller Zeiten.

Auf der anderen Seite steht mit Siem der talentierteste Spieler, den der deutsche Golfsport in den letzten Jahren hervorgebracht hat: 26 Jahre alt, vor sechs Jahren mit einem Handicap von +6 ins Profilager gewechselt. Sein Titel bei der Dunhill Championship in Südafrika 2004 ist der letzte deutsche Sieg auf der European Tour. "Ich freue mich wahnsinnig auf Bernhard Langer", sagte Siem gegenüber dem Handelsblatt. Zweimal schon hat er Deutschland beim World Cup vertreten dürfen, 2003 wurde er in den USA gemeinsam mit Alex Cejka Vierter. "Diesmal bin ich mit dem Ryder-Cup-Kapitän unterwegs. Das wird eine ganz andere Kiste. Meine Stärken liegen in der Aggressivität, während Langer sehr präzise spielt und so gut wie jedes Fairway trifft. Aber ich ballere längst nicht mehr so rum wie früher."

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