Gute Leistungen über die Sprintstrecken
Stabhochspringerin Isinbajewa knackt 5-Meter-Marke

Die 23-jährige Russin Jelena Isinbajewa ist am Freitagabend beim Leichtathletik-Grand-Prix in London in eine neue Dimension gesprungen: Als erste Frau überhaupt übersprang sie die 5-Meter-Marke. Und sie sieht sich noch nicht an ihrer persönlichen Grenze angelangt.

HB LONDON/STUTTGART. Auf den Spuren des legendären Ukrainers Sergej Bubka, der den Männer-Weltrekord mit 6,14 Metern hält, verbesserte die Olympiasiegerin am Freitagabend beim Leichtathletik-Grand-Prix in London zunächst ihre erst sechs Tage alte eigene Bestmarke von 4,95 Meter um einen Zentimeter. Für eine sechsstellige Summe ließ sie Minuten später die historische Höhe in der Stadt der Olympischen Sommerspiele 2012 auflegen.

Wenig später hatte sie ihren neunten Stabhochsprung-Weltrekord und den 16. ihrer Karriere in der Tasche. „Es war mein Traum, die erste Frau über fünf Meter zu sein. Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben“, sagte Isinbajewa. „Ich weiß nicht, wie viel höher ich noch springen kann. Vielleicht 5,05 Meter oder noch höher.“

Für den Höhepunkt aus deutscher Sicht sorgte Hürdensprinterin Kirsten Bolm. Die Mannheimerin gewann in deutscher Jahresbestzeit von 12,59 Sekunden das Rennen über 100 m und ist nun Fünfte der bereinigten Weltrangliste. „In diesem Jahr klappt einfach alles. Ich bin überglücklich“, sagte Bolm, die ihre ihre eigene Bestleistung um 16/100 Sekunden verbesserte. Sie verfehlte den 22 Jahre alten deutschen Rekord von Betine Jahn (Chemnitz) nur um 17/100 Sekunden. „Das gibt mir genügend Selbstbewusstsein um auch im Halbfinale einer Weltmeisterschaft bestehen zu können“, sagte Bolm mit Blick auf die Titelkämpfe in Helsinki vom 6. - 14. August.

Gute Leistungen gab es über die Sprintstrecken: Wallace Spearmon (USA) stellte über 200 m in 19,89 Sekunden eine Weltjahresbestleistung auf. Olympiasieger Justin Gatlin (USA) entschied das Prestige-Duell über 100 m gegen Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) für sich. Gatlin gewann am Freitagabend das Rennen in 9,89 Sekunden vor seinem Landsmann Scott Leonard (9,94). Powell, der am 14. Juni in Athen in 9,77 Sekunden Weltrekord gelaufen war, schied mit Verdacht auf eine Leistenverletzung aus.

Den anderen deutschen Teilnehmer blieb nur die Statistenrolle. Hochspringer Roman Fricke (Leverkusen) übersprang seine Anfangshöhe von 2,14 Metern erst im dritten Versuch und wurde beim Sieg des Russen Watschislaw Woronin (2,30) mit 2,19 m Vierter. Der Dreisprung- Weltmeister von 1999, Charles Friedek (Leverkusen) lieferte gleich sechs ungültige Versuche ab. Carolin Hingst (Mainz) schaffte in Isinbajewas Schatten immerhin 4,32 Meter. Hinter der überragenden Russin stellte die Polin Anna Rogowska mit 4,80 Metern einen neuen Landesrekord auf.

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