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Gute Noten für Münchens Arena

Rudi Völler war begeistert und Lothar Matthäus sichtlich beeindruckt: Deutschlands Fußball-Prominenz geriet nach der Generalprobe im neuen Münchner Stadion ins Schwärmen und gab der WM-Arena durchweg gute Noten.

dpa MüNCHEN. Rudi Völler war begeistert und Lothar Matthäus sichtlich beeindruckt: Deutschlands Fußball-Prominenz geriet nach der Generalprobe im neuen Münchner Stadion ins Schwärmen und gab der WM-Arena durchweg gute Noten.

Elf Tage vor der offiziellen Eröffnung und knapp 13 Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft an gleicher Stelle verlief der erste Testlauf in der "Allianz Arena" nahezu reibungslos. "Wir sind sehr glücklich und zufrieden. Wir können stolz sein auf dieses Stadion und freuen uns auf wunderbare Spiele", sagte Karl-Heinz Rummenigge nach der Partie zwischen den Traditionsmannschaften der Hausherren vom FC Bayern und TSV 1 860.

Ex-DFB-Teamchef Rudi Völler, der als Kapitän der 1 860-Auswahl das erste Fußball-Spiel im neuen Stadion mit 3:2 (2:0) gewinnen konnte, fühlte sich im Norden Münchens gar an das Azteken-Stadion von Mexiko- City erinnert. "Ich habe ja viel erlebt in den letzten 30 Jahren, aber das hier ist etwas ganz Besonderes", sagte Völler. Bayern - Vorstand Rummenigge hält die nach 31-monatiger Bauzeit endgültig fertig gestellte Arena schon jetzt für "fast WM-tauglich".

Allerdings machte Rummenigge, der für die Bayern-Altstars ein Tor erzielen konnte, der vor einigen Wochen verlegte "Powerrasen" noch Sorgen. Zu oft seien Stücke des Grüns herausgeflogen oder hätten Spieler ins Straucheln gebracht. 1 860-Oldie Völler quittierte diese Aussage mit einem Lächeln: "Früher waren Deine Ausreden nach Niederlagen aber besser." Auch das erste Tor im laut Rummenigge "schönsten Stadion der Welt" hatte zum Bayern-Ärger in Peter Pacult ein "Löwe" erzielt.

Wie erwartet wurden die Organisatoren nach dem Testlauf auch mit Mängeln in dem 340 Mill. Euro teuren Mammutbauwerk konfrontiert. "Wir haben einige Schlangen gesehen, die zu lang waren", sagte Stadion-Geschäftsführer Bernd Rauch. Gerade an den Bratwurst- und Getränke-Kiosken funktionierte das bargeldlose Bezahlen über Scheck- Karten noch nicht ohne Störungen, so dass es zu langen Wartezeiten kam. Schuld sei vermutlich eine fehlerhafte Software, sagte Rauch.

Im Inneren des Stadions, das allerdings für manchen Besucher zu betonlastig und deshalb voller steriler Kühle ist, müsse noch die Beschilderung verbessert werden, um den Besuchern die Orientierung zu erleichtern. Aber immerhin blieb das befürchtete Verkehrschaos auf den Straßen von Fröttmaning weitgehend aus. Trotz Baustellen auf den Zufahrtswegen hielten sich die Staus laut Münchner Polizei im üblichen Rahmen des Feierabend-Verkehrs. Geduld mussten die mit dem Auto angereisten Besucher allerdings nach dem Spiel haben, da sich das Parkhaus nur langsam leerte.

Da für den Testlauf nur 30 000 Zuschauer zugelassen waren, kommt auf die neuen Hausherren der "Extremfall" (Rauch) am 30. und 31. Mai zu. Dann wird die "Allianz Arena" bei der offiziellen Eröffnung mit den Spielen des TSV 1 860 gegen den 1. FC Nürnberg und des FC Bayern gegen die DFB-Auswahl mit je 66 000 Besuchern ausverkauft sein.

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