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Haas gewinnt deutsches Duell gegen Schüttler

Tommy Haas ist bei den US Open in New York in die dritte Runde vorgedrungen. Der Hamburger setzte sich im deutschen Duell gegen seinen Daviscupkollegen Rainer Schüttler mit 7:6 (7:5), 6:2, 6:0 durch.

Die dritte Runde bei den 125. US Open in New York findet mit Tommy Haas statt. Der Hamburger schaltete beim vierten und letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in der vergangenen Nacht seinen Freund und Daviscupkollegen Rainer Schüttler (Korbach) mit 7:6 (7:5), 6:2, 6:0 aus. In der Runde der letzten 32 wartet nun Robby Ginepri auf Haas. Der US-Amerikaner hatte zuvor seinen Landsmann Andy Roddick "gerächt" und dessen Erstrunden-Bezwinger Gilles Muller aus Luxemburg souverän mit 6:1, 6:1, 6:4 bezwungen.

Große Chance beim Lieblingsturnier

Was Tommy Haas auch machte, war einfach zu gut für Rainer Schüttler. "Es sah sicher so aus, als ob alles klappt", sagte der gebürtige Hamburger:" Nach dem engen ersten Satz habe ich mich gut gefühlt und gutes Tennis gespielt." Haas weiß, was für eine große Chance sich ihm bei seinem Lieblingsturnier bietet. Er spielt jetzt um den Einzug ins Achtelfinale gegen Robby Ginepri (USA), gegen den er alle drei bisherigen Duelle gewinnen konnte. "Wir haben ja alle mit Andy Roddick gerechnet", sagte Haas: "Ich werde voller Selbstvertrauen in die Partie gehen."

Rainer Schüttler reiste dagegen so schnell wie möglich aus New York ab. Die erhoffte Wende zum sportlichen Glück blieb erneut aus. Schon die fiebrige Erkältung vom letzten Samstag warf ihn zurück, für eine Energieleistung im Erstrundenmatch hat es noch gereicht. Auch Satz eins gegen Haas war absolut ausgeglichen, danach ging nichts mehr.

Schüttler: Erster Satz war entscheidend

"Mir war klar, dass der erste Satz wichtig ist, deshalb war es sehr bitter, dass ich verloren habe", meinte der Korbacher: "Danach hat Tommy aufgedreht, ich konnte nicht mehr so dagegenhalten, und er hat verdient gewonnen."

Nach Istanbul will Schüttler das Turnier in Peking spielen, eine Woche vor dem Daviscup. Eine Ochsentour, die schon im Vorjahr schief gegangen ist, als er mit einer Erkrankung aus China zum Daviscupteam stieß. "Aber was soll ich machen?", sagt der Hesse, der in der Weltrangliste auf Platz 98 abgerutscht ist: "Ich brauche Spiele, und wenn man immer früh ausscheidet, spielt man nicht."

Schüttler vor schweren Monaten

Als 98. der Weltrangliste ist der Korbacher inzwischen bei den großen Turnieren nicht mehr im Hauptfeld, die Niederlage gegen Haas verbessert seine Situation nicht. "Ich glaube aber, dass er noch genug Willen hat, zurückzukommen", sagt Tommy Haas: "Er ist auch für unser Daviscupteam ein wichtiger Mann."

Ob er selbst wie Schüttler die Energie für die Tour durch die Niederungen des Profilebens aufbringen würde, bezweifelt der 27-jährige Haas: "Ich weiß nicht, ob ich noch spiele, wenn ich bei den großen Turnieren durch die Qualifikation muss."

Erstmal aber kann Haas in New York wie im Vorjahr für Furore sorgen, als er das Viertelfinale erreichte. "Ginepri hat zwar einen heißen Sommer gehabt und spielt zurzeit sein bestes Tennis. Ich freue mich aber sehr auf das Spiel, auch wenn das Publikum diesmal gegen mich sein wird" sagte der Deutsche, der in New York sehr populär ist.

"Ohne Roddick ist Tommy ein Kandidat dafür, weit im Turnier zu kommen", meint auch Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen: "Er hat jetzt eine große Chance. Die Kunst ist, die Chance auch zu nutzen."

© SID

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