sonstige Sportarten
Haas und Co. wollen Worten Taten folgen lassen

Für die am Montag startenden US Open haben sich die deutschen Stars um Tommy Haas und Nicolas Kiefer einiges vorgenommen. Top-Favoriten sind aber der Schweizer Roger Federer und Rafael Nadal aus Spanien.

Tommy Haas, Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler geben sich vor dem Auftakt der US Open am Montag gewohnt selbstbewusst. Während "Kiwi" mal wieder "total heiß" ist, möchte Schüttler "voll angreifen." Auch Haas ist nach auskuriertem Bänderriss und überstandener Erkältung "endlich wieder ohne Probleme." Ab Montag müssen die deutschen Tennisprofis den großen Ankündigungen beim vierten und letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in New York Taten folgen lassen.

Denn mit der anschließenden Daviscup-Partie in Tschechien um den Aufstieg in die Weltgruppe (23. bis 25. September) stehen für sie die wichtigsten Wochen des Jahres an. Erfolge müssen her, sonst geht 2005 als ein Tiefpunkt in die Annalen des Deutschen Tennis Bundes (DTB) ein.

Lediglich Haas und Grönefeld gesetzt

In Tommy Haas (29) und Anna-Lena Grönefeld (32) sind nur zwei deutsche Spieler gesetzt. Die anderen sind in den Weltranglisten so weit nach unten gestürzt, dass sie dafür nicht mehr in Frage kamen. Zwei Achtelfinalteilnahmen von Philipp Kohlschreiber in Australien und Kiefer in Paris sind die bescheidene Ausbeute bislang bei den bedeutendsten Turnieren.

Die letzte Chance ist also in New York, bei der größten, lautesten und mit einem Preisgeld von insgesamt 17,7 Mill. Dollar auch teuersten Tennisshow. "Für mich sind die US Open das geilste Turnier", meint Kiefer: "Wimbledon ist mir fast zu ruhig."

Da kann er sicher sein, das wird in Flushing Meadows wieder anders. Schon wegen der Flugzeuge, die auf dem Weg zum nahe gelegenen Airport La Guardia regelmäßig die Anlage mit dem gigantischen Arthur-Ashe-Stadion kreuzen.

Agassi träumt von letztem großen Titel

Und wegen der Begeisterung der Amerikaner für ihre Landsleute. Allen voran Andre Agassi, der mit 35 Jahren von einem Ende seiner großen Karriere mit einem Titeltriumph träumt. So wie es sein alter Rivale Pete Sampras vor drei Jahren vorgemacht hat. Agassi nimmt das Wort Rücktritt zwar nicht in den Mund, aber jeder erwartet es, sollte er wirklich in New York seinen neunten Grand-Slam-Titel gewinnen.

"Wenn ich gut in das Turnier komme, werde ich mit jedem Match besser und habe dann auch eine gute Chance", sagt der Ehemann von Steffi Graf. "Dieses Turnier ist mir näher als jedes andere, die Atmosphäre ist einzigartig, besonders bei Night Sessions."

Und so darf Agassi auch gleich am Montag in der Nacht antreten. Nach Maria Scharapowa (Russland), die bei den Damen an eins gesetzt ist, obwohl sie am Montag wieder ihre Top-Position an Lindsay Davenport abgeben muss.

Federer nach 64:3-Siegserie an eins gesetzt

Topgesetzt und Topfavorit bei den Männern ist Roger Federer. Der Schweizer Titelverteidiger hat nach Wimbledon eine längere Pause eingelegt und nur ein Turnier gespielt. In Cincinnati aber hat er sofort wieder gewonnen. "Das war ein kleines Risiko, wenn ich früh ausscheide, komme ich nur mit wenig Matchpraxis hier her", meinte der 23-Jährige.

Auf schier unglaubliche 64:3 Siege hat Federer seine Serie inzwischen in diesem Jahr ausgedehnt. Der Spanier Rafael Nadal ist an zwei gesetzt. Der 19-Jährige hat mit seinem Finalerfolg in Montreal gegen Agassi bewiesen, dass er nicht nur auf Sandplätzen gewinnen kann. "Wir haben außerdem Roddick, Hewitt, Safin. Ist doch super, wenn ein neuer Typ auftaucht", sagt Federer über Nadal: "Ich bin ein großer Fan von seinem Spiel."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%