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Haas Waske sorgen für Matchball gegen Tschechien

Durch einen Fünf-Satz-Sieg im Doppel gegen Gastgeber Tschechien haben Tommy Haas/Alexander Waske das deutsche Team bei den Play-offs in die Daviscup-Weltgruppe mit 2:1 in Führung gebracht.

Wenig Klasse aber viel Spannung bot die Doppel-Partie beim Daviscup Play-off zwischen Deutschland und Tschechien. Dank Tommy Haas und Alexander Waske hat das deutsche Team in Liberec gegen die Gastgeber nun einen Matchball, um den heiß ersehnten Aufstieg in die Weltgruppe perfekt zu machen. Mit 4:6, 7:5, 6:2, 2:6, 6:4 setzte sich das Duo trotz einer teilweise überraschend schwachen Leistung gegen Leos Friedl und Frantisek Cermak durch und holte den eminent wichtigen zweiten Punkt für ihre Mannschaft.

Am Freitag hatte Haas sein Auftakteinzel gegen Tomas Berdych mit 6:4, 6:4, 1:6, 6:7 (9:11), 3:6 verloren, ehe Nicolas Kiefer mit dem 7:6 (7:4), 4:6, 6:4, 6:2 gegen Tomas Zib zum zwischenzeitlichen 1:1 ausglich. Nun ist es an Kiefer, Deutschland mit einem Sieg im ersten Einzel am Sonntag gegen Berdych nach zwei Jahren in den Niederungen der zweiten Liga wieder in die Erstklassigkeit zurückzuführen. Bei einer Niederlage von Kiefer hätte Tommy Haas im letzten Match gegen Tomas Zib eine weitere Chance. Deutschland war durch die Pleite gegen Weißrussland im September 2003 in Sundern abgestiegen und hatte den direkten Wiederaufstieg durch das 2:3 gegen die Slowakei vor Jahresfrist in Bratislava verpasst.

Kühnen: "Wir haben morgen alle Chancen"

"Tommy und Alexander sind einfach das beste Doppel, das wir derzeit in Deutschland haben. Das 2:1 war von vornherein unser Wunschergebnis. Wir haben morgen alle Chancen", sagte ein erleichterter Kapitän Patrik Kühnen nach dem Match.

Dabei begann das Doppel aus deutscher Sicht mit einem Fehlstart, als Waske gleich im ersten Spiel seinen Aufschlag nicht halten konnte. Cermak und Friedl, die in diesem Jahr bereits fünf Turniere auf der ATP-Tour gewonnen haben, hielten den Vorsprung bis zum achten Spiel, dann kassierte Friedl das Rebreak zum 4:4. Doch erneut war es Waske, der seinen Aufschlag zum 4:5 verlor. Frantisek Cermak machte nach 48 Minuten den Satzgewinn zum 6:4 für Tschechien perfekt.

Tschechen auch nicht in Normalform

Im zweiten Satz lief es trotz keineswegs berauschender Leistung zunächst besser für das deutsche Doppel. Allerdings hatte Alex Waske, normalerweise ein Garant für spektakuläre Punkte, wahrlich nicht seinen besten Tag. Zudem mangelte es im deutschen Doppel an der richtigen Abstimmung. Das große Glück der Deutschen war die Tatsache, dass auch Friedl und Cermak weit von ihrer Normalform entfernt waren. Der blonde Leos Friedl, als Nummer 19 der Welt bestplatzierter Doppelspieler auf dem Platz, lieferte eine beinahe schon bemitleidenswerte Leistung.

Im dritten Durchgang schien dann der Knoten bei Waske und Haas geplatzt zu sein. Das zweite Break brachte den 2:6-Satzgewinn, obwohl weder Waske noch Haas konstant souverän und stabil spielten. Immer wieder schlichen sich Fehler ein, doch die in dieser Phase eklatante Schwäche der Tschechen machte die Deutschen im gesamten Verlauf des dritten Satzes zur eindeutig stärkeren Mannschaft.

Waske verwandelt ersten Matchball

Im vierten Satz lief zunächst ebenfalls alles nach Plan, doch beim Stand von 1:1 und 40:0 bei Aufschlag Waske riss plötzlich der Faden. Waske musste sein Service noch zum 1:2 abgeben, Tommy Haas traf fast keinen Ball mehr und schien zudem körperlich am Ende seiner Kräfte zu sein.

Im letzten Durchgang steigerte sich die Spannung kontinuierlich. Keiner der vier Spieler gab sich eine Blöße, bis Frantisek Cermak im zehnten Spiel bei eigenem Aufschlag die Nerven und seinen Aufschlag verlor. Nach 3:38 Stunden verwandelte Alexander Waske mit einem knallharten Return den ersten Matchball.

© SID

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