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Haas wünscht sich Kühnen als Trainer

Auf der Suche nach einem neuen Trainer hat Tennisprofi Tommy Haas bereits einen Wunschkandidaten. Nachfolger des langjährigen Coaches Red Ayme soll kein Geringerer als Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen werden.

Tommy Haas und Patrik Kühnen könnten das neue "Traum-Duo" im deutschen Tennis werden. Der Tennisprofi will den Daviscup-Kapitän als neuen Privattrainer für sich gewinnen. Wie immer saß Kühnen auch am frühen Montagabend in der Spielerloge, als Haas sein Auftaktmatch bei den US Open in New York mit 3:6, 6:3, 6:2, 6:3 gegen den Australier Peter Luczak gewann. Als Daviscup-Kapitän muss der Münchner beim vierten Grand-Slam-Turnier des Jahres seine Spieler vor der Partie um den Aufstieg in die Weltgruppe in gut drei Wochen gegen Tschechien beobachten. Wie immer in New York schaute sich auch Haas´ alter Mentor Nick Bollettieri das Spiel an. Nicht dabei aber war Red Ayme, der Haas mit kleinen Pausen seit seinem Einstieg als Tennisprofi vor fast zehn Jahren betreut hat.

Doch ausgerechnet vor den US Open hat Haas seinen langjährigen Coach praktisch gefeuert: "Wir haben nach einem Gespräch vor zehn Tagen beschlossen, in Zukunft unterschiedliche Wege zu gehen", erklärte der gebürtige Hamburger, "Red kann mir nicht mehr weiterhelfen." Statt dessen möchte er Kühnen als seinen Privatcoach verpflichten, der bereits im letzten halben Jahr Haas immer mal auf Turnieren betreut hat, wenn es nötig war. "Ich habe immer ein gutes Gefühl, wenn er dabei ist", sagte Haas, "und ich brauche jetzt einen Coach, der selbst mal ein Topspieler war."

Erste Gespräche zwischen Kühnen und Haas

Kühnen und Haas haben in New York bereits über diesen Plan gesprochen. "Ich stehe dem Wunsch von Tommy grundsätzlich positiv gegenüber", bestätigte der 39-Jährige, "es steht für mich aber außer Frage, dass ich meinen Vertrag als Daviscup-Kapitän erfüllen werde. "Der Tommy ist da ein bisschen vorgeprescht."

Der Kontrakt mit dem Deutschen Tennis Bund (DTB) läuft schließlich noch bis einschließlich nächstes Jahr. Es ist jedoch kein Full-Time-Job, sondern beschränkt sich auf die Betreuung und Sichtung bei wichtigen Turnieren und den Mannschaftswettbewerben. Auf jeden Fall wird er das deutsche Team auf die Partie vom 24. bis 26. September in Liberec gegen Tschechien vorbereiten.

Scheitern im Daviscup könnte "Akte Kühnen" schnell klären

Bei einem Scheitern gegen die Tschechen könnte sich auch in Sachen Kühnen ganz schnell eine neue Situation ergeben. "Mit DTB-Präsident Georg von Waldenfels und Sportdirektor Klaus Eberhardt habe ich noch nicht gesprochen", sagte Kühnen, "vor dem Match gegen die Tschechen wird es so ein Gespräch auch nicht geben."

Dem dreimaligen Daviscup-Champion ist auch klar, dass eine Doppeltätigkeit für einen Spieler und einen Verband zu Komplikationen führen kann. "Ich könnte natürlich nicht für Tommy arbeiten, wenn ich für den DTB unterwegs bin, wie bei Grand-Slam-Turnieren", meint er, "und auch sonst würde ich mich bei Spielen gegen andere Deutsche strikt neutral verhalten."

© SID

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