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Hacker und Boron rudern in Luzern um Edelmetall

Beim Weltcup-Finale der Ruderer in Luzern/Schweiz kämpfen Ex-Weltmeister Marcel Hacker und die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron um Medaillen. Dabei musste Boron den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.

Für Marcel Hacker (Frankfurt) und Kathrin Boron (Potsdam) geht es beim Finale des Ruder-Weltcups auf dem Rotsee in Luzern um Medaillen. Der Weltcup-Führende Hacker setzte sich im Halbfinale in 6:48,03 Minuten mit einer dreiviertel Länge Vorsprung auf Olympiasieger Olaf Tufte aus Norwegen durch. Die viermalige Olympiasiegerin Boron benötigte nach Platz zwei im Vorlauf den Umweg über den Hoffnungslauf, den sie mühelos für sich entschied.

Hacker hat Gesamtsieg vor Augen

Hacker winkt nach 2002 und 2003 der dritte Sieg im Gesamtweltcup. "Das gelbe Leibchen des Weltcup-Führenden erinnert ein bisschen an das Gelbe Trikot bei der Tour de France. Ich will es unbedingt verteidigen", sagte der 28-Jährige. Dazu muss der gebürtige Magdeburger im Finale am Sonntag (11.15 Uhr) den Tschechen Ondrej Synek hinter sich lassen. Der Überraschungs-Sieger vom Weltcup in Eton gewann das zweite Halbfinale vor dem erneut starken Neuseeländer Mahe Drysdale.

Ohne Konkurrenz ist Hacker unterdessen im Kampf um den Einer-Startplatz des Deutschen Ruderverbandes (DRV) für die Weltmeisterschaft in Japan (28. August bis 4. September). Sportdirektor Michael Müller gab entgegen aller Ankündigungen schon vor der Rotsee-Regatta grünes Licht für den Olympiasiebten. "In dieser Saison ist Robert Sens auf nationaler Ebene kein Gegner für Hacker", so Müller. Der Berliner Sens, der die nationale Ausscheidung im Frühjahr im Einer in Hackers Abwesenheit gewonnen hatte, sitzt inzwischen im Doppelvierer.

Boron dominiert Hoffnungslauf nach Belieben

Boron indes wird ihren möglichen WM-Start im Einer vom Finale am Sonntag (11.00 Uhr) abhängig machen. Ihren Hoffnungslauf jedenfalls diktierte sie nach Belieben. Die 35-Jährige distanzierte in 7:45,86 Minuten die Kanadierin Anna-Marie De Zwager mit sieben Sekunden Vorsprung, ohne sich dabei zu verausgaben. Dennoch liebäugelt Boron bereits vor dem Finale mit einem WM-Platz im Doppelzweier. "Ich sehe mich bei der WM höchstens auf Rang drei. Das reicht mir nicht."

Insgesamt steht der DRV in zwölf von 14 Finals der olympischen Bootsklassen. Dorthin gelangten über die Vorschlussrunde Tobias Kühne/Jan Herzog (Hannover/Berlin) im Zweier ohne Steuermann, Christian Schreiber/Rene Burmeister (Halle/Rostock) im Doppelzweier, der leichte Vierer ohne Steuermann sowie zwei leichte Frauen-Doppelzweier mit Daniela Reimer/Marie-Luise Dräger (Potsdam/Rostock) und Berit Carow/Laura Tasch (Neumünster/Würzburg).

Den Umweg Hoffnungslauf nahmen Magdalena Schmude/Peggy Waleska (Berlin/Dresden) im Doppelzweier, Christina Gerking/Johanna Rönfeldt (Leer/Hamburg) im Zweier ohne sowie beide Doppelvierer. Die beiden Achter standen vorzeitig als Finalteilnehmer fest.

Der DRV hat eine realistische Chance auf den Einzug in das WM-Finale zum Kriterium für die Nominierung für das Japan-Aufgebot erhoben.

© SID

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