Haltmayr auf Platz sechs: Dorfmeister holt Abfahrts-Gold

Haltmayr auf Platz sechs
Dorfmeister holt Abfahrts-Gold

Ex-Weltmeisterin Michaela Dorfmeister hat dem Bann gebrochen und das erste Olympia-Gold für Österreichs Abfahrerinnen seit Annemarie Moser-Pröll 1980 in Lake Placid gewonnen. Erfreulich war auch die Leistung der einzigen deutschen Starterin Petra Haltmayr.

HB TURIN. Die 32-Jährige setzte sich am Mittwoch auf der Piste "Fraiteve Olympique" in San Sicario in 1:56,49 Minuten vor der Schweizerin Martina Schild durch und erfüllte sich damit kurz vor ihrem Karriereende den Traum vom Olympiasieg. Die Enkelin der Abfahrts- Olympiasiegerin von 1948, Hedy Schlunegger, fuhr in 1:56,86 Minuten überraschend auf den Silber-Rang. Dritte wurde Gesamtweltcup-Siegerin Anja Pärson aus Schweden, die 1:57,13 Minuten benötigte.

Petra Haltmayr, einzige Starterin des Deutschen Skiverbandes, zeigte eine gute Leistung und erzielte in 1:57,69 Minuten als Sechste ihr bestes Olympia-Resultat. "Ich bin zufrieden. Ich hatte eine gute Fahrt. Es waren sicher ein paar Hacker drin, aber das passiert, wenn man angreift", sagte die Rettenbergerin.

Michaela Dorfmeister war im Zielraum in Freudentränen aufgelöst. "Die Emotionen sind überwältigend. Dieser Traum hat mich immer beim Skifahren gehalten, und ich wusste, eines Tages wird es gut für mich ausgehen", sagte die Olympiasiegerin. In ihrer langen Laufbahn fehlte Dorfmeister nach Silber im Super-G bei den Winterspielen 1998 nur noch das Olympia-Gold. Bei Weltmeisterschaften hatte sie 2001 in St. Anton die Abfahrt und 2003 in St. Moritz den Super-G für sich entscheiden können. Zudem gewann sie 2002 den Gesamtweltcup.

Für die Ski-Nation Österreich holte Dorfmeister bei den Turiner Winterspielen in der dritten Alpin-Entscheidung die erste Goldmedaille. Bei den Damen-Rennen hatte die Alpen-Republik seit Petra Kronbergers Siegen 1992 in Albertville nicht mehr gewonnen. Das letzte Abfahrts-Gold hatte Annemarie Moser-Pröll 1980 in Lake Placid für die ÖSV-Damen gesichert.

Lindsey Kildow (USA) und die Olympiasiegerin von 2002, Carole Montillet (Frankreich), gingen trotz ihrer schweren Stürze vom Montag an den Start, konnten aber auf den Plätzen acht und 28 nicht in die Entscheidung eingreifen. Weltmeisterin Janica Kostelic (Kroatien) musste ihre Teilnahme wegen Krankheit kurzfristig absagen.

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