sonstige Sportarten
Hamburg leckt Olympia-Blut

Nach Londons Zuschlag für Olympia 2012 will die Hansestadt Hamburg nachziehen. Eine langfristige Strategie soll die Sommerspiele spätestens im Jahr 2028 nach Norddeutschland holen.

Das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen um die Olympischen Spiele 2012 zwischen London und Paris hat wohl auch in Hamburg Eindruck hinterlassen. Der Senat der Hansestadt kündigt unmittelbar nach dem Londoner Triumph an, dass Hamburg erneut als Olympia-Schauplatz kandidieren wolle. Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust teilte dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) bereits mit, dass man bereit sei, die Spiele 2016, 2020, 2024 oder 2028 auszurichten.

"Die Bewerbung um die Austragung der Spiele 2012 hat in Hamburg eine ungeahnte Begeisterung für die olympische Idee und den Sport entfacht. Der Senat verbindet seine Vision von Hamburg als einer internationalen Metropole klar mit der Bewerbung für Olympische Spiele im Rahmen einer langfristig angelegten Strategie, die mehrfache Bewerbungen für die Jahre 2016, 2020, 2024 und 2028 zulassen würde", erklärte der CDU-Politiker.

"Spiele am Wasser im Herzen der Stadt"

Die Hanseaten haben ihr Bewerbungskonzept aus dem Jahre 2003, als man in der nationalen Vorauswahl für die Spiele 2012 an Leipzig scheiterte, in den vergangenen Monaten überprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die wesentlichen Eckpunkte des Konzepts auch im Hinblick auf die langfristigen stadtentwicklungspolitischen Perspektiven tragen.

"Es liegt mir sehr viel daran, unsere Strategie gemeinsam mit dem NOK abzustimmen und weiterzuentwickeln", sagte von Beust, der davon ausgeht, dass die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu Gunsten Londons "die Chancen einer Hamburger Bewerbung für die Folgetermine nicht schmälert". Die Leitidee der Kandidatur lautet: Spiele am Wasser im Herzen der Stadt.

Langer Weg steht bevor

Unterstützung erhält der Senat von Seiten der Hamburger Wirtschaft. "Wir sind natürlich Feuer und Flamme für die Olympischen Sommerspiele 2016", erklärte Handelskammer-Präses Karl-Joachim Dreyer: "Hamburg will unbedingt die Spiele. Wir sind dazu jederzeit bereit, haben aber auch Geduld und einen langen Atem. Bevölkerung, Politik und Wirtschaft werden die olympische Flamme gemeinsam weiter tragen - auch wenn der Weg bis 2028 lang werden könnte.

Die Hanseaten hatten bereits 2003 gute Noten von der Evaluierungskommission des NOK erhalten und wollen bei den geplanten zukünftigen Kandidaturen erneut auf die Eckpunkte der Bewerbungsschrift für 2012 bauen. Als Stärken werden dabei unter anderem die vorhandene Infrastruktur, die Möglichkeit von kompakten Spielen im Herzen einer Millionenstadt sowie der gemeinsame Wunsch von Politik, Wirtschaft und Einwohnern nach Olympischen Spielen genannt.

© SID

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