Handball Bundesliga
Auch Gummersbach kann Kiel nicht stoppen

Spitzenreiter THW Kiel hat das Topspiel der Handball-Bundesliga für sich entschieden. Vor einer Kulisse von 19 250 Zuschauern bezwangen die "Zebras" Verfolger VfL Gummersbach in der Kölnarena mit 34:32 (16:14).

Vor der Rekordkulisse von 19 250 Zuschauern hat Tabellenführer THW Kiel im Kampf um den Meistertitel in der Handball-Bundesliga einen weiteren "Big Point" gelandet. Eine Woche nach dem sensationellen 54:34 über den SC Magdeburg feierten die "Zebras" in der Kölnarena einen 34:32 (16:14)-Sieg über Gastgeber VfL Gummersbach. Durch den Erfolg gegen den Rekordmeister schloss der Titelverteidiger aus Kiel die Hinrunde als Herbstmeister mit 32:2 Punkten ab. Die einzige Saisonniederlage kassierten die Kieler am 8. Oktober mit dem 33:39 beim Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt.

Zuschauer-Vereinsrekord übertroffen

Im Duell der beiden Bundesliga-Gründungsmitglieder musste der zwölfmalige deutsche Meister aus Gummersbach, der seinen bisherigen Zuschauer-Vereinsrekord von 18 576 Zuschauern übertraf, innerhalb von nur elf Tagen die zweite Saisonniederlage nach dem 28:38 in Magdeburg hinnehmen, weist als Dritter nun 28:6 Punkte auf und rutschte auf den dritten Tabellenplatz hinter die SG Flensburg-Handewitt ab. Die Norddeutschen haben nach dem klaren 32:22 (12:11) bei Aufsteiger Concordia Delitzsch 29:5 Punkte auf dem Konto. Im dritten Spiel des Abends besiegte der HSV Hamburg (18:16 Punkte) die HSG D/M Wetzlar (10:24) mit 39:30 (20:16).

"Kiel hat verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat zu nervös agiert. Anfang der zweiten Halbzeit hat sich der THW entscheidend abgesetzt", erklärte VfL-Trainer Velimir Kljaic nach der Begegnung, in der die Gäste aus Norddeutschland von Beginn an die Initiative übernahmen und schnell mit 8:3 in Führung gingen. Klajic nahm nach nur etwas mehr als sechs Minuten die erste Auszeit und ordete seine Abwehr neu. Grund hierfür war der Kieler Kriesläufer Marcus Ahlm. Der schwedische Nationalspieler machte allein vier der ersten fünf Kieler Tore.

Danach lief es etwas besser für die Gastgeber, die den Rückstand bis zur Pause auf zwei Tore begrenzen konnten. Insbesondere der französische Superstar Daniel Narcisse hielt sein Team mit sieben Toren im Spiel. Kiel war aber die ausgeglichenere Mannschaft, besser im Rückraum, provozierte immer wieder Ballverluste der Gummersbacher. Allein drei Spieler der Gäste erzielten jeweils sechs Tore: Nikola Karabatic, Marcus Ahlm und Viktor Szilagyi.

Partie kurz vor Schluss auf des Messers Schneide

Direkt nach der Pause zog Kiel auf 20:14 davon. Der THW bekam Narcisse im zweiten Durchgang besser in den Griff, der Franzose war mit zehn Toren am Ende der beste Schütze auf dem Feld. Doch angetrieben von den eigenen Zuschauern kämpfte sich der mit 27 Titeln erfolgreichste deutsche Klub immer wieder heran. Kurz vor Ende betrug der Rückstand nur ein Tor (31:32).

Auffällig die Leistungen der beiden Torhüter Steinar Ege auf Gummersbacher und Mattias Andersson auf Kieler Seite, die mit großen Paraden glänzten. Andersson hielt bis zu seiner Auswechselung in der 44. Minute zwölf Bälle und wurde dann durch den deutschen Nationalkeeper Henning Fritz ersetzt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%