Handball Bundesliga
Finanzspritze rettet TSV Dormagen

Handball-Bundesligist TSV Dormagen hat die Pleite abgewendet und kann die laufende Saison zu Ende spielen. Eine Finanzspritze konnte die Lücke vorerst schließen.

Eine Finanzspritze des ehemaligen Hauptsponsors Bayer hat den finanziell angeschlagenen Handball-Bundesligisten TSV Dormagen vor der Pleite bewahrt und den Spielbetrieb für die laufende Saison gesichert. Wie der Verein am Montag auf einer Pressekonferenz mitteilte, hat die Bayer AG dem Gesamtverein einen Vorschuss gewährt, mit dem die finanziellen Lücken geschlossen werden können.

"Der Verein wird die Saison zu Ende spielen", sagte Dormagens Vereinsvorsitzender Karl-Josef Ellrich, der gleichzeitig als Betriebsratsvorsitzender Mitglied des Bayer-Aufsichtsrats ist. Allerdings müsse der Vorschuss in den kommenden Jahren zurückgezahlt werden. Über die Höhe der Summe wurde nichts bekannt. Anfang Oktober hatten Meldungen für Aufregung in der Liga gesorgt, wonach Dormagen einen Schuldenstand von bis zu 2,5 Mill. Euro haben soll.

Vertragsauflösungen ausgeschlossen

Sowohl der Klub als auch die Handball-Bundesliga (HBL), die einen aktuellen Finanzstand angefordert hatte, bezeichneten diese Summe aber als viel zu hoch. Die Zukunft der Mannschaft bleibt weiter ungewiss. "Das derzeitige Sponsorenaufkommen reicht weder für die erste noch für die zweite Liga", sagte Ellrich. Deshalb stünden demnächst Gespräche mit den Spielern an. Vertragsauflösungen oder einen Gehaltsverzicht der Spieler schloss der Verein jedoch aus. Gleichzeitig soll der Profihandball aus dem Gesamtverein ausgegliedert werden.

Für die zu gründende Gmbh gebe es auch schon Interessenten. Die Ausgliederung soll bis zum 1. Dezember vollzogen sein, da bis zu diesem Zeitpunkt die Lizenz für die kommende Saison beantragt werden muss.

© SID

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