Handball Bundesliga
Flensburg-Handewitt verdrängt Kiel von der Spitze

Drei Tage nach der bitteren Pleite in der Champions League hat die SG Flensburg-Handewitt durch einen 33:32-Sieg beim HSV Hamburg die Tabellenspitze der Bundesliga erklommen. Nordhorn besiegte Magdeburg 34:32.

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Bundesliga Wiedergutmachung für die Auftaktniederlage in der Champions League betrieben. Im Spitzenspiel des siebten Spieltages gewannen die Flensburger dank einer Rettungstat von Torwart Dan Beutler in beinahe letzter Sekunde mit 33:32 (15:13) beim Nordrivalen HSV Hamburg. Durch den Erfolg verdrängten die Flensburger mit nun 13:1 Punkten wieder Meister THW Kiel (12:2) von der Tabellenspitze.

"Wir sind nach wie vor Außenseiter. Aber wir haben jetzt innerhalb einer Woche gegen die drei besten Mannschaften der Welt gespielt und auch gegen Hamburg verdient gewonnen", meinte SG-Trainer Kent-Harry Andersson. Hinter seinem Team rückte die HSG Nordhorn (11:3) durch einen 34:32 (15:14)-Erfolg über den SC Magdeburg auf den dritten Platz.

Der HSV steckt mit 9:3 Zählern noch hinter den VfL Gummersbach (11:5) auf dem fünften Rang fest. Trainer Martin Schwalb bemängelte vor allem die Torausbeute seines Teams: "Wir haben recht gut angefangen, aber dann freie Chancen und Siebenmeter nicht genutzt. Von der überragenden Leistung Dan Beutlers hätten wir uns nicht aus dem Konzept bringen lassen dürfen."

Auf Rang sechs lauern die Rhein-Neckar Löwen (9:5), die bei Aufsteiger Füchse Berlin ein deutliches 31:17 (17:4) feierten. Dabei gelangen den Berlinern im ersten Durchgang ganze vier Tore. Der TBV Lemgo (8:6) setzte sich unterdessen durch einen 22:19 (11:9)-Erfolg im Ostwestfalenderby gegen GWD Minden in der oberen Hälfte fest.

Im Tabellenmittelfeld gewann die HSG Wetzlar (6:6) überraschend deutlich 34:23 (19:9) gegen MT Melsungen (6:8), während TuS N-Lübbecke beim 23:19 (10:10) gegen HBW Balingen Weilstetten den ersten Saisonsieg feierte und das Tabellenende verließ.

SG-Keeper Beutler als Matchwinner

Vor 11 098 Zuschauern in Hamburg war SG-Keeper Beutler am Ende der umjubulte Mann. Der Schwede hielt zehn Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter gegen Bertrand Gille und krönte damit seine überragende Leistung. Bereits im ersten Durchgang hatte Beutler alle drei Strafwürfen der Gastgeber entschärft.

Im Angriff war der polnische Vize-Weltmeister Marcin Lijewski mit acht Treffern bester Mann der Flensburger, die nach dem Sieg gegen den THW Kiel am vergangenen Wochenende damit auch das zweite Spitzenspiel in Folge für sich entschieden. Dazwischen lag allerdings auch das Desaster in der Königsklasse gegen Ciudad Real (26:34). Für die Hamburger reichten auch je sechs Treffer von Pascal Hens, Kyung-Shin Yoon und Bertrand Gille nicht.

Holger Glandorf mit "Weltklasse-Leistung" für Nordhorn

In Nordhorn war Nationalspieler Holger Glandorf mit zwölf Toren der überragende Akteur vor 3 750 Zuschauern. "Er hat eine Weltklasse-Leistung abgeliefert. Holger hat eine sehr gute Einstellung und ist einfach ein Gewinner-Typ", lobte Coach Ola Lindgren nach der Gala des 24-jährigen Linkshänders.

Bei den Magdeburgern machte sich das verletzungsbedingte Fehlen der polnischen Nationalspieler Grzegorz Tkaczyk und Bartos Jurecki deutlich bemerkbar. "Unsere Abwehr war teilweise zu passiv, das ist gegen Glandorf zu wenig. Im Angriff waren wir undiszipliniert. Ich bin enttäuscht", sagte SCM-Trainer Bogdan Wenta. Auch der polnische Vizeweltmeister Karol Bielecki konnte mit seinen neun Treffern die vierte Saisonniederlage nicht verhindern.

Lemgo tat sich gegen das neue Tabellenschlusslicht Minden lange Zeit schwer und lag nach 52 Minuten vor 4 429 Besuchern sogar zurück (17:18). Sven-Sören Christophersen war mit sechs Toren bester Werfer beim Sieger.

© SID

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