Handball Bundesliga
Freudentaumel in Delitzsch nach erstem Saisonsieg

Der erste Saisonsieg für Concordia Delitzsch in der Handball-Bundesliga ist perfekt: Leidtragende war die HSG Düsseldorf, die den Gastgebern in Leipzig mit 27:29 unterlag.

"Ja, wir leben noch", skandierte die feiernde Menge in der Arena Leipzig immer wieder, während Trainer Uwe Jungandreas nach dem 29:27 (16:11) des Handball-Ligaschlusslichts SV Concordia Delitzsch gegen die HSG Düsseldorf sagte: "Dieser Erfolg nach zuvor zwölf sieglosen Spielen ist unglaublich wichtig für unsere Moral. Wir haben gezeigt, dass wir zuhause mit einigen Mannschaften mithalten können, wenn wir an unser Limit gehen und auch mal das Glück auf unserer Seite haben", meinte Jungandreas.

Der siebenmalige Meister TV Großwallstadt bezwang unterdessen die HSG D/M Wetzlar (6:20 Punkte) souverän mit 30:25 (14:9) und verbesserte sich mit 13:13 Zählern auf Rang neun. Der Wilhelmshavener HV behielt hingegen im Kellerduell gegen GWD Minden-Hannover mit 29:25 (11:11) die Oberhand und verließ mit 6:20 Punkten die Abstiegsplätze. Minden (5:21) rutschte unterdessen auf den drittletzten Rang ab.

Den bislang einzigen Saison-Zähler hatten die Delitzscher am 10. September beim 25:25 in der heimischen Arena gegen den Wilhelmshavener HV geholt. Danach kassierte die Mannschaft mit dem niedrigsten Etat der Liga (1,1 Mill. Euro) neun zum Teil deftige Niederlagen. Zuletzt war den Delitzschern des öfteren von den meisten Experten die Erstliga-Tauglichkeit abgesprochen worden.

Nowak in die Schweiz "abgeschoben"

Umso größer war die Erleichterung nach dem ersten Erfolgserlebnis. "Es ist ein geiles Gefühl endlich mal zu gewinnen. Wir haben immer an uns geglaubt", freute sich Kreisläufer Erik Göthel, der dennoch realistisch bleibt: "Mit einem Sieg steigt man trotzdem ab. Wir müssen am Ende zwei Teams hinter uns lassen. Aber wir haben gezeigt, dass wir es können."

In den vergangenen spielfreien Wochen hat sich bei der Concordia auch abseits des Parketts einiges getan. Erst wurde "Fehleinkauf" Michal Nowak ablösefrei zum Schweizer Erstligisten Pfadi Winterthur abgegeben. Der 23-Jährige war vor der Saison als Ersatz für den zur HSG Wetzlar gewechselten Nationalspieler Lars Kaufmann verpflichtet worden, war dann aber nach schwachen Leistungen in die Zweite Mannschaft "abgeschoben" worden.

Außerdem konnte Peter als hauptamtlicher Manager verpflichtet werden. Der 54 Jahre alte ehemalige Weltklasse-Spieler und Olympiasieger von 1980 soll in erster Linie neue Sponsoren aquirieren.

© SID

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