Handball Bundesliga
Handball-Bundesliga startet in die WM-Saison

Wenn heute Abend der Startschuss zur 30. Saison in der Handball-Bundesliga fällt, dann haben alle Beteiligten schon das Event des Jahres im Hinterkopf: Die Weltmeisterschaft im eigenen Land zu Jahresbeginn 2007.

Für Bundestrainer Heiner Brand fällt mit Beginn der 30. Saison der Handball-Bundesliga am Freitag der Startschuss für seine ganz persönliche Deutschland-Tour. Das Ziel: Die Kölnarena, in der am 4. Februar 2007 das Finale um die Weltmeisterschaft stattfindet.

"Natürlich wollen wir den Heimvorteil nach dem Vorbild der Fußballer nutzen und ganz weit kommen", sagte Brand, kann sich aufgrund der hohen Erwartungen aber eine gewisse Ironie nicht verkneifen: "Wir sollen Weltmeister werden, attraktiv spielen und Spieler hervorbringen, die sich gut vermarkten lassen. Auf uns wartet also alles in allem eine ganz einfache Aufgabe."

22 Wochen bis zum WM-Start

In den 22 Wochen bis zum WM-Start wartet auf den 54-Jährigen nicht nur auf dem Parkett viel Arbeit. Brand wird in den kommenden Monaten von Gummersbach aus viele tausend Kilometer fahren und in deutschen Städten als "WM-Gesicht" für das Heim-Turnier werben.

"Natürlich ist das nicht die eigentliche Aufgabe eines Trainers, aber im Laufe der vergangenen Jahre bin ich zum Repräsentanten geworden. Das wollen wir nutzen", sagt Brand.

Derzeit plant der Weltmeister von 1978 die Reiseroute, um "die zahlreichen Termine ein bisschen zu kontrollieren", wie Brand erzählte. Die Abstecher in die 18 Bundesliga-Hallen zwischen Flensburg und Balingen sollen ab Freitag auf keinen Fall zu kurz kommen, denn Mitte November muss der DHB-Coach dem Weltverband IHF seinen vorläufigen 28-köpfigen WM-Kader benennen - so früh wie noch bei keiner Weltmeisterschaft.

Das erweiterte Aufgebot hat der frühere Weltklassespieler aber schon im Kopf. "Es wird schwer für jemanden, der bislang noch nicht dabei war", meinte Brand, dem bis zum WM-Start am 19. Januar gegen Brasilien in Berlin mindestens zwölf Testländerspiele zur Verfügung stehen.

Brand: "Das ist das maximal Mögliche"

"Das ist das maximal Mögliche. Obwohl ich mir aufgrund unserer Verletztenmisere in den vergangenen zwei Jahren natürlich noch mehr Zeit zum Einspielen gewünscht hätte", erklärt der Bundestrainer und setzt auf die Unterstützung der Bundesliga: "Eine Vorrunde auf hohem Niveau kann auch für uns nur ein Vorteil sein."

Die regelmäßigen Abstecher in die Arenen könnten für Brand kein Vergnügen sein, nachdem vor den letzten Großereignissen regelmäßig Leistungsträger verletzt ausgefallen waren. "Ich kann deshalb nur die Daumen drücken, dass diesmal bis zur WM alle gesund bleiben", sagt der Bundestrainer.

© SID

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