Handball Bundesliga
HSV gegen THW: Weichenstellung im Titelrennen

Handball-Vizemeister HSV Hamburg trifft heute im Spitzenspiel des 12. Spieltags auf Rekordmeister THW Kiel. Eine Niederlage wäre für beide ein Rückschlag im Kampf um den Titel.

Weichenstellung in der Handball-Bundesliga: Im Gipfeltreffen zwischen Vizemeister HSV Hamburg und dem amtierenden (Rekord-)Champion THW Kiel werden heute (20.15 Uhr/Sport1) die ersten Big Points im Meisterschaftskampf verteilt. Auch wenn es für eine Vorentscheidung nach gerade einem Drittel der Saison noch zu früh ist, kann eine Niederlage im Duell Zweiter gegen Erster schon einen empfindlichen Rückschlag im Titelrennen bedeuten.

"Wir sind bereit für dieses Spiel und wollen unbedingt gewinnen, um im Kampf um die Meisterschaft dabei zu bleiben", sagt Hamburgs Rückraum-Ass Blazeno Lackovic vor dem Aufeinandertreffen der beiden Titelfavoriten. Von der mageren Bilanz gegen den Nordrivalen (zwei Siege, vier Unentschieden, zwölf Niederlagen) will man beim HSV nichts wissen. "Wir gehen mit breiter Brust in dieses Spiel", versichert Trainer Martin Schwalb.

Dabei sind die Erinnerungen an die letzte Begegnung für die Hanseaten denkbar bitter. Am drittletzten Spieltag der vergangenen Saison verlor das Schwalb-Team durch eine 31:33-Heimniederlage die Tabellenführung und schließlich auch die Meisterschale an den THW. Diesmal soll es anders laufen. "Es wird sicher eng werden, aber wir sind einfach mal dran", sagt HSV-Sportdirektor Christian Fitzek.



Schwalb sieht mehrere Titelkandidaten

Schwalb widerspricht derweil jedem, der das Titelrennen auf ein Duell HSV gegen THW (jeweils 20:2 Punkte) reduziert. "Ich sehe eher einen Drei- oder Vierkampf an der Spitze", sagt der 47-Jährige. Allerdings leisteten sich die zurzeit viertplatzierten Rhein Löwen-Neckar (19:5) am Sonntag mit dem 31:32 bei der SG Flensburg-Handewitt einen vielleicht schon vorentscheidenden Patzer. Und den unerwartet starken Füchsen Berlin (19:3) fehlt möglicherweise noch etwas die Erfahrung, wenn es in die entscheidende Phase geht.

Kiels schwedischer Linksaußen Henrik Lundström erwartet deshalb auch in dieser Saison einen Zweikampf um die Krone: "Am Ende sehe ich den HSV und den THW als Favoriten auf die Meisterschaft." Sein Teamkollege Dominik Klein prognostiziert auch gleich den Ausgang des erwarteten Kopf-an-Kopf-Rennens: "Wenn du es immer geschafft hast, Meister zu werden, zweifelst du nicht daran, dass es dir auch diesmal wieder gelingt."

Selbst HSV-Nationalspieler Torsten Jansen sieht die Kieler aus dem gleichen Grund im Vorteil: "Es spielt sich einfacher mit all den Meisterschaften im Rücken." Der HSV hat es am Dienstag selbst in der Hand, den Druck auf den Rivalen zu erhöhen.

© SID

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