Handball Bundesliga
HSV Hamburg erster Verfolger von Überflieger Kiel

Der THW Kiel hat durch einen ungefährdeten 33:25-Sieg in Dormagen einen Startrekord hingelegt. Erster "Verfolger" ist der HSV Hamburg, der 29:28 bei der HSG Wetzlar gewann.

Mit einem Startrekord und einer geglückten Revanche hat sich Handball-Meister THW Kiel in die sechswöchige WM-Pause verabschiedet und erneut von den Schwächen der Konkurrenz profitiert. Der Rekordchampion feierte beim 33:25-Erfolg bei Aufsteiger TSV Dormagen den 17. Sieg in Serie, rehabilitierte sich für den einzigen Punktverlust der Saison und stellte mit 35:1 Punkten nach 18 Begegnungen eine Bestmarke in der Bundesliga-Geschichte auf. Die 15. Meisterschaft dürfte dem Champions-League-Sieger von 2007 bei acht Punkten Vorsprung kaum noch zu nehmen sein.

"Ich bin einfach nur stolz auf meine Mannschaft. Sie leistet Großartiges", sagte THW-Trainer Alfred Gislason, dessen Team sich den einzigen Punktverlust am ersten Spieltag gegen Dormagen erlaubte. Die bisherige Bestmarke hielt der TBV Lemgo, der in der Saison 2002/2 003 nach 34:0 Zählern die erste Niederlage hinnehmen musste.

Ex-Meister Lemgo hat sich derweil nach der überraschenden 27:33-Schlappe bei MT Melsungen aus der Rolle eines ernsthaften Verfolgers des souveränen Tabellenführers verabschiedet. "Wir sind leider nicht wie eine echte Mannschaft aufgetreten. Damit trüben wir unsere tolle Hinrunde", meinte Lemgos Sportlicher Leiter Daniel Stephan.

Lemgo und Magdeburg auf dem Weg in die Champions League

Mit 27:9 Punkten halten die Ostwestfalen aber ebenso wie der punktgleiche SC Magdeburg Kurs auf die Champions-League-Ränge. Magdeburg gewann 29:26 bei Schlusslicht Tusem Essen. Auf den zweiten Platz verbesserte sich der ebenfalls punktgleiche HSV Hamburg, der beim 29:28-Erfolg bei der HSG Wetzlar mit Glück zum siebten Ligasieg in Folge kam.

Die HSG Nordhorn (19:13) setzte sich unterdessen 27:23 bei GWD Minden durch, bleibt aber im Tabellenmittelfeld, da die Handball-Bundesliga (HBL) am Sonntag den Abzug von vier Punkten wegen Verstoßes gegen Lizenzauflagen bestätigte. "Der Punktabzug wird auf jeden Fall Bestand haben. Die Fehler sind gemacht worden, wir würden bei jedem anderen Klub ebenso handeln", sagte HBL-Pressesprecher Oliver Lücke dem sid.

Flensburg weiter in der Krise

Weiter in der Krise befindet sich die SG Flensburg-Handewitt, die beim 30:30 bei der HBW Balingen-Weilstetten erneut einen Rückschlag hinnehmen musste und mit 22:14 Zählern auf Platz sechs abrutschte. Zudem zogen die Flensburger ihren Protest gegen die Wertung des Spiels gegen die Rhein-Neckar Löwen (29:30) zurück. "Wir haben mit unseren Juristen beratschlagt und sehen keine Aussicht auf Erfolg", teilte Geschäftsführer Fynn Holpert mit.

Die Flensburger hatten Protest gegen die Spielwertung eingelegt, da nach ihrer Ansicht der Treffer von Oscar Carlen zum 30:30 noch in der regulären Spielzeit gefallen war. Das Kampfgericht hatte in der Begegnung am 23. Dezember entschieden, das Tor sei erst nach Ablauf der Uhr erzielt worden.

Die Löwen (24:12) kommen hingegen immer besser in Schwung und sind nach einem 31:27 beim TV Großwallstadt schon Fünfter. Der VfL Gummersbach verlor das Duell der Altmeister gegen FA Göppingen (beide 21:15) mit 23:27, während sich die Füchse Berlin beim Stralsunder HV mit 34:24 durchsetzten.

Die Handballer setzen ihre Saison nach der WM in Kroatien (16. Januar bis 1. Februar) fort.

© SID

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