Handball Bundesliga
HSV siegt, Kiel patzt - Meisterschaft vertagt

Die Handball-Bundesliga erlebt am letzten Spieltag einen Showdown um die Meisterschaft. Der HSV Hamburg besiegte Lemgo 33:28, während Spitzenreiter THW Kiel in Flensburg 36:41 verlor. Beide Teams sind nun punktgleich.

Der THW Kiel hat am 33. Spieltag in der Handball-Bundesliga den vorzeitigen Titelgewinn verpasst. Der Champions-League-Sieger verlor beim Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt mit 36:41 (17:19) und ist vor dem Saisonfinale am kommenden Wochenende als Spitzenreiter wieder punktgleich mit dem HSV Hamburg, der mit 33:28 (13:15) über den TBV Lemgo triumphierte.

Mit einem Erfolg im letzten Heimspiel gegen die HSG Nordhorn können die Kieler aber dank der klar besseren Tordifferenz das Triple aus Meisterschaft, Pokal und europäischer "Königsklasse" perfekt machen. Der HSV gastiert derweil am nächsten Samstag bei FA Göppingen und muss auf einen weiteren Ausrutscher des Spitzenreiters hoffen.

Gummersbach patzt - Champions-League-Teilnahme wackelt

Im Kampf um die Champions-League-Plätze erlitt Rekordmeister VfL Gummersbach einen Dämpfer. Beim abstiegsbedrohten GWD Minden kamen die Oberbergischen nicht über ein 32:32 (16:18) hinaus. Die direkten Konkurrenten SC Magdeburg (34:27 gegen TV Großwallstadt) und HSG Nordhorn (30:29 gegen FA Göppingen) gaben sich hingegen keine Blöße. Gummersbach (49:17 Punkte) bleibt dank der besseren Tordifferenz vor der punktgleichen HSG auf Platz vier, Magdeburg (48:18) ist weiterhin Sechster.

Im Abstiegskampf feierte TuS N-Lübbecke einen wichtigen 36:29 (17:12)-Sieg beim Mitkonkurrenten HSG Düsseldorf. Schlusslicht Eintracht Hildesheim setzte sich mit 37:28 (21:13) gegen MT Melsungen durch, HBW Balingen-Weilstetteten unterlag der SG Kronau/Östringen 25:28 (9:14). Der Wilhelmshavener HV siegte 29:28 (11:12) gegen die HSG Wetzlar.

Vor 6 300 Zuschauern in der Campushalle nahmen die Flensburger mit dem 20. Sieg im 55. Nordderby (31 THW-Siege, vier Remis) erfolgreich Revanche für die jüngsten Niederlagen gegen Kiel in der Vorschlussrunde des DHB-Pokals und dem Champions-League-Finale. Die SG festigte damit ihren dritten Tabellenplatz und nährte so die Hoffnung auf einen Startplatz in der kommenden Saison der Champions League.

Flensburg erwischt Start nach Maß

Der Meister von 2004 erwischte gegen den Erzrivalen einen Blitzstart und lag schnell mit fünf Toren in Führung (7:2/10.). Auch danach blieben die Flensburger zunächst das bessere Team, sodass die Gäste den Rückstand kaum verkürzen konnten. In seiner besten Phase zum Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Hälfte konnte der THW dann aber wieder ausgleichen und beim 22:21 in der 35. Spielminute sogar erstmals in Führung gehen.

Danach drehte die SG allerdings noch einmal auf und sicherte sich mit einer starken Schlussphase den völlig verdienten Erfolg. Überragender Werfer bei den Gastgebern war der polnische Nationalspieler Marcin Lijewski mit elf Toren. Für Kiel war der Schwede Kim Andersson mit zehn Treffern, davon drei Siebenmeter, der sicherste Torschütze.

© SID

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