Handball Bundesliga
HSV stürzt Tabellenführer THW Kiel

Der HSV Hamburg hat im Meisterschaftsrennen der Handball-Bundesliga ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Der Vizemeister besiegte Rekordchampion THW Kiel mit 26:25 (12:16) und übernahm mit zwei Punkten vor dem Titelverteidiger die Tabellenspitze. Im 17. Ligaduell der beiden Nordrivalen gelang den Hanseaten dabei erst der dritte Sieg über die "Zebras".

Vor 13 171 Zuschauern in Hamburg nahmen die Gastgeber zugleich erfolgreich Revanche für die 31:33-Heimniederlage im Mai, die den HSV in der vergangenen Saison den Titel gekostet hatte. In eigener Halle endete für die Hamburger auch eine Durststrecke von mehr als siebeneinhalb Jahren ohne Erfolg gegen den THW.

"Es war ein geiles Spiel, auch wenn das Ende etwas glücklich war", sagte Hamburgs Nationaltorwart Joachim Bitter: "Wir haben es geschafft, cool zu bleiben und unseren Stiefel herunterzuspielen."

Wie immer in den letzten Jahren war das Duell der beiden besten deutschen Klubmannschaften hart umkämpft. Die Gäste hatten im ersten Durchgang zumeist die Nase vorn und mussten nur beim 9:10 (19. Minute) kurzzeitig einem Rückstand hinterherlaufen. Beim 12:16 (30.) kurz vor der Pause lagen die Kieler erstmals vier Tore in Front.

HSV kommt besser aus der Kabine

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten dann den Gastgebern, die beim 15:17 (34.) wieder auf zwei Tore herankamen und in der Folgezeit dranblieben. Erst in dieser Phase gelang es dem HSV zunehmend, den Gegner auch aus dem Rückraum mehr unter Druck zu setzen. Der Lohn war der erneute Ausgleich in der Schlussphase der Partie.

Erfolgsgarant bei den Hamburgern war Blazenko Lackovic mit sechs Treffern und zahlreichen gelungenen Zuspielen an den Kreis. Bester Werfer auf Seiten des amtierenden Champions-League-Siegers war wie so häufig Filip Jicha mit sieben Toren.

Die Hoffnungen der Gastgeber auf die Rückkehr ihrer seit längerem verletzten Rückraum-Asse Krzysztof Lijewski (Schulter-OP) und Pascal Hens (Muskelfaserriss) hatten sich vor der Partie indes nicht erfüllt. Beide blieben auf der Bank. Auf der anderen Seite mussten die Kieler auf die angeschlagenen Kim Andersson, Daniel Narcisse und Christian Zeitz verzichten.

© SID

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