Handball Bundesliga
Jagd auf Meister THW Kiel geht in nächste Runde

Die Handball-Bundesliga wird mit dem Supercup heute zwischen dem THW Kiel und HSV Hamburg in München in die 30. Runde eingeläutet. Mit dabei sind neue Stars, neue Rekorde und ein vielversprechender neuer TV-Vertrag.

Heute fällt der Startschuss für die 30. Saison der Handball-Bundesliga: Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland (19. Januar bis 4. Februar) können sich die Fans nicht nur auf die altbekannte Jagd auf Rekordmeister THW Kiel freuen, sondern auch auf neue Stars, neue Rekorde und einen neuen TV-Vertrag.

Zudem will die stärkste Liga der Welt in der heute mit dem Supercup zwischen Kiel und Pokalsieger HSV Hamburg in München (20.00 Uhr/live im DSF) beginnenden Saison die magische Grenze von insgesamt 1,5 Mill. Zuschauer überschreiten. Der Gesamtumsatz soll um zehn Prozent auf rund 55 Mill. Euro gesteigert werden.

"Bester TV-Vertrag, den wir je hatten"

Der TV-Deal soll nach abschließenden Gesprächen am Rande des Supercups am Dienstag perfekt gemacht werden. "Es ist der beste TV-Vertrag, den wir je hatten", bestätigte Kiels Manager Uwe Schwenker am Montag.

Nach langen Verhandlungen hatte sich die Handball-Bundesliga (HBL) mit der Sportrechte-Agentur Sporta, der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sowie dem Sportvermarkter Sportfive auf ein Paket für Übertragungen im Free- und Pay-TV geeinigt. Die kolportierte Summe von 700 000 Euro wollten weder Schwenker noch HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann bestätigen.

Der deutsche Meister THW Kiel geht als FC Bayern des Handballs als Topfavorit ins Titelrennen. "Sie sind weiter das Maß aller Dinge, auch wegen ihrer Verstärkungen", urteilte Bundestrainer Heiner Brand.

Die Kieler wollen schon am Dienstag beim Duell "Meister gegen Pokalsieger" die Titeljagd eröffnen und zum vierten Mal den Supercup holen. "Unser Ziel ist es, in dieser Saison jedes Spiel zu gewinnen. Es ist wichtig, den Gegnern früh zu zeigen wie stark wir sind", sagt Kiels Trainer Noka Serdarusic. Mit dem 13. Titelgewinn wären die Norddeutschen alleiniger Rekordmeister vor dem VfL Gummersbach (12 Meisterschaften).

Mit dem Rekordetat von sechs Mill. Euro wollen die Kieler, die in eigener Halle seit November 2003 unbesiegt sind, aber mehr: den historischen Hattrick aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League. "Natürlich ist der Gewinn der Königsklasse weiter unser Traum, aber wir konzentrieren uns nicht nur darauf", erklärte Schwenker, der seine Weltauswahl mit dem französischen Torhüter Thierry Omeyer (Montpellier), dem dänischen Rückraumspieler Lars Krogh Jeppesen (Barcelona) und Nationalspieler Dominik Klein (Großwallstadt) aufrüstete.

Selbst der ärgste Rivale und Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hält sich angesichts der zu erwartenden Dominanz der Kieler mit angriffslustigen Sprüchen zurück. "Der THW ist ein noch größerer Favorit als im Vorjahr", meinte Flensburgs Trainer Kent-Harry Andersson.

Trainer tippen auf Kiel

Alle 17 übrigen Bundesliga-Trainer tippten in einer Umfrage der Handball-Woche auf den THW als deutschen Meister. Der gejagte Serdarusic hat neben den Flensburgern auch noch Pokalsieger HSV Hamburg und den VfL Gummersbach auf der Rechnung, der in dieser Saison erstmals in der Champions League angreift. Allerdings verloren die Oberbergischen den früheren Bundesliga-Torschützenkönig Kyung-Shin Yoon an die Hamburger.

Bundestrainer Brand erwartet eine qualitativ hochwertige "Bundesliga-Ware". "Für die WM kann das nur von Vorteil sein", meinte der Gummersbacher, der in vielen Spielhallen als WM-Gesicht präsent sein wird. "Heiner hat einen hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland, und das wollen wir nutzen", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

© SID

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