Handball Bundesliga
Kiel erfüllt Pflichtaufgabe, Flensburg patzt

Titelverteidiger THW Kiel hat am 23. Spieltag die GWD Minden mit 36:29 besiegt und seine Pflichtaufgabe erwartungsgemäß erfüllt. Verfolger Flensburg-Handewitt patzte indes bei der 30:34-Pleite beim TBV Lemgo.

Spitzenreiter THW Kiel hat sich am 23. Spieltag keine Blöße gegeben. Während der Meister die GWD Minden mit 36:29 (18:13) bezwang, patzte Verfolger SG Flensburg Handewitt beim TBV Lemgo mit 30:34 (14:11) und belegt nur noch Platz vier. Dagegen verbuchten die Titelaspiranten VfL Gummersbach, HSV Hamburg und SC Magdeburg allesamt Siege. Doch der Titel-Fünfkampf wird allmählich zum Kraftakt, die Hatz zwischen Liga, Pokal und internationalem Parkett fordert zunehmend ihren Tribut.

HSV-Coach Martin Schwalb: "Wir haben viele hektische Wochen hinter uns"

"Wir sind froh, dass es das erstmal gewesen ist. Wir haben viele hektische Wochen hinter uns", meinte HSV-Trainer Martin Schwalb nach dem 41:29-Erfolg seines Teams gegen Schlusslicht Eintracht Hildesheim. Zwar warfen seine Schützlinge so viele Liga-Tore wie noch nie in dieser Saison, doch musste Schwalb zugeben: "Dem einen oder anderen merkt man die Müdigkeit einfach an."

Das gilt wohl auch für den VfL Gummersbach, der sich zu einem 34:27 gegen die HSG Wetzlar quälte und ebenso wie der punktgleiche HSV (beide 38:8) wieder an Flensburg (37:7) vorbeizog. Kiel bleibt mit nun 40:6 Zählern weiter am Platz an der Sonne. Der amtierende Meister hatte gegen Minden zu keiner Phase des Spiels Probleme. Bester Werfer in der Ostseehalle war Dominik Klein mit neun Treffern.

Beim kommenden Gegner aus Gummersbach übte Trainer Alfred Gislason Kritik an seinem Team. "Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit unserer Leistung heute. Gegen Kiel verlieren wir so mit 15 Toren Unterschied", meinte der VfL-Trainer mit Blick auf das Topduell am 16. März, für das die Kölnarena mit 19 400 Karten bereits ausverkauft ist. Nur einen Tag später duellieren sich dann der HSV und Flensburg.

Gegen Wetzlar schonte der Isländer Vedran Zrnic und Top-Torjäger Gudjon Valur Sigurdsson die komplette erste Hälfte und wechselte während der gesamten Partie häufig durch. Den 18. Saisonsieg hielten schließlich die Torhüter Nandor Fazekas (12 Paraden) und Goran Stojanovic (13) fest.

Dabei können sich die Gummersbacher als einziges der Topteams nach dem Aus in der Champions League ganz auf die Liga konzentrieren. Der SC Magdeburg, am Samstag 29:26-Sieger bei Frisch Auf Göppingen und mit 35:9 Punkten als Tabellenfünfter in Lauerstellung, steht im Halbfinale des EHF-Pokals. Kiel und Flensburg (beide Champions League und DHB-Pokal) sowie der HSV (Pokalsiegerwettbewerb und DHB-Pokal) tanzen noch jeweils auf drei Hochzeiten.

Titelaspirant Flensburg unterliegt

Titelaspirant Flensburg nahm in Lemgo zunächst das Heft in die Hand und führte nach zwölf Minuten bereits mit 8:3. Doch ein Blitzstart des Teams um die Weltmeister Florian Kehrmann und Christian Schwarzer in die zweiten Halbzeit leitete die Niederlage der Norddeutschen ein. Lemgo zeigte mehr Biss und gewann letztlich verdient.

Im Tabellenmittelfeld setzte sich der TV Großwallstadt mit 28:26 (13:13) bei der SG Kronau-Östringen durch. Letztlich reichten der SG auch die zwölf Treffer von Nationalspieler Oleg Velyky nicht zum Sieg.

Offen wie der Meisterkampf ist auch noch die Situation im Tabellenkeller. Dabei verbuchte MT Melsungen beim 27:26 beim direkten Konkurrenten TuS N-Lübbecke einen wichtigen Auswärtssieg und verschaffte sich damit zumindest ein kleines Polster. Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten verließ mit einem 30:22 im Kellerduell über die HSG Düsseldorf die Abstiegszone.

© SID

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