Handball Bundesliga
Kiel löst Hamburg wieder an der Spitze ab

Das Kopf-an-Kopf-Rennen in der Handball-Bundesliga geht munter weiter. Einen Tag nach dem 31:28-Sieg des HSV Hamburg beim TuS N-Lübbecke setzte sich der THW Kiel mit dem 35:31 beim TBV Lemgo wieder an die Spitze.

Im Zweikampf um die deutsche Handball-Meisterschaft geben der THW Kiel und der HSV Hamburg weiter keinen Zentimeter Boden preis. Einen Tag nach dem 31:28 (12:15)-Sieg der Hamburger beim TuS N-Lübbecke zogen die "Zebras" durch ein 35:31 (17:15) beim TBV Lemgo nach. Damit verdrängte der THW zum Abschluss des 30. Spieltags seinen punktgleichen Konkurrenten (beide 52:8 Zähler) dank der besseren Tordifferenz wieder von der Spitze.

Der verletzungsgeplagte Champions-League-Sieger ließ sich auch vom elften Sieg in Folge des HSV nicht beeindrucken und bewies in Lemgo seine Willensstärke. Als die Gastgeber vor 10 700 Zuschauern in der 55. Minute auf 29:30 verkürzten, stellte das Team von Trainer Zvonimir Serdarusic mit zwei Toren in Folge die Weichen auf Sieg. Mit elf Treffern war Kim Andersson bester Kieler Werfer, für Lemgo traf Filip Jicha 15-mal.

HSV strotzt vor Selbstvertrauen

Bereits am Samstag hatte sich Europacupsieger Hamburg mit schier unendlichem Selbstvertrauen auch von einem ständigen Rückstand beim abstiegsgefährdeten TuS N-Lübbecke nicht aus der Ruhe bringen lassen und den Sieg nach 14 ordentlichen Minuten perfekt gemacht.

"Wir haben uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb nach dem 21. Spiel ohne Niederlage nacheinander. Noch vier Spiele müssen die Hamburger ihre Serie durchstehen, dann könnte nach dem Triumph im europäischen Pokalsiegerwettbwerb erstmals auch der Meister-Coup gelingen.

Um die nötige Frische zu erhalten, geht die Mannschaft um die Weltmeister Pascal Hens und Torsten Jansen vor dem Spitzenduell gegen den VfL Gummersbach (Mittwoch) in ein dreitägiges Trainingslager nach Travemünde.

Gummersbach rettet Sieg über die Zeit

Auch für den VfL, der am Samstag ein 32:30 (22:13) gegen die HSG Nordhorn über die Zeit rettete, geht es noch um viel. Der aktuelle Tabellenfünfte (46:14) kämpft hinter dem Spitzenduo aus Hamburg und Kiel um einen der beiden anderen Champions-League-Plätze für die kommende Saison.

Dabei hat der diesjährige Finalist SG Flensburg-Handewitt (40:28 gegen Schlusslicht Eintracht Hildesheim) als Dritter mit 47:13 Punkten derzeit die besten Karten. Vierter ist der SC Magdeburg (46:14), der trotz der Turbulenzen nach dem Rücktritt von Manager Bernd-Uwe Hildebrandt bereits am Freitag beim Wilhelmshavener HV den 22. Saisonsieg einfuhr.

Die Hamburger retteten sich vor 2 500 Zuschauern in Lübbecke erst in der letzten Viertelstunde zum Sieg. Bis zur 46. Minute hatten die Gastgeber praktisch durchgehend in Führung gelegen und sich zur Halbzeit sogar auf drei Tore abgesetzt. "Aber in der Pause haben wir uns noch einmal so richtig eingeschworen. Es musste einfach mehr Beinarbeit her", sagte Martin Schwalb.

Angeführt von dem wieder mal überragenden Kjung-Shin Yoon mit zwölf Treffern schafften die Hamburger aber noch die Wende und sorgten damit für Entsetzen beim zunächst begeisterten Lübbecker Publikum. Da die HSG Wetzlar mit einem 27:22 (12:14) gegen GWD Minden punktete, hat der TuS als Vorletzter nun schon drei Punkte Rückstand auf Wetzlar auf dem Relegationsplatz.

© SID

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