Handball Bundesliga
Kiel nach HSV-Patzer dicht vor dem Titelgewinn

Der THW Kiel steht dicht vor dem Triple. Der Champions-League- und DHB-Pokalsieger gewann 39:32 bei FA Göppingen und hat zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger HSV Hamburg, der 28:30 bei der SG Kronau-Östringen unterlag.

Im Titelkampf der Handball-Bundesliga ist am 32. Spieltag eine Vorentscheidung gefallen. Der HSV Hamburg unterlag 28:30 (12:16) bei der SG Kronau/Östringen und hat mit 54:10 Punkten zwei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter und Titelverteidiger THW Kiel (56:8), der sich mit 39:32 (18:17) bei Frisch Auf Göppingen durchsetzte. Damit steht Champions-League- und DHB-Pokalsieger Kiel zwei Spieltage vor dem Saisonende unmittelbar vor dem 13. deutschen Meistertitel und dem Triple, da auch die bessere Tordifferenz zugunsten von Rekordmeister Kiel spricht.

Gummersbach überholt Magdeburg

Platz drei festigte die SG Flensburg-Handewitt durch ein 35:28 (20:16) gegen Verfolger SC Magdeburg. Der VfL Gummersbach nutzte mit einem 38:28 (19:15)-Erfolg gegen HBW Balingen-Weilstetten die Chance, am SCM vorbei auf den begehrten Champions-League-Platz vier zu ziehen. Die HSG Nordhorn verbesserte sich dank eines 26:26 (12:14) beim TBV Lemgo.

Der TV Großwallstadt setzte sich deutlich mit 31:19 (15:8) gegen den Wilhelmshavener HV durch. TuS N-Lübbecke gewann mit 31:30 (14:13) gegen GWD Minden, die abstiegsgefährdete HSG Wetzlar mit 33:27 (15:13) gegen Eintracht Hildesheim. MT Melsungen verbuchte beim deutlichen 35:26 (19:13) gegen die HSG Düsseldorf einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt.

Angeführt vom erneut starken Nikola Karabatic und Christian Zeitz mit jeweils neun Toren gab sich Kiel in Göppingen keine Blöße und steuert der 13. deutschen Meisterschaft entgegen. Für Frisch Auf trafen Vukasin Rajkovic und Michael Schweikardt vor 6 200 Zuschauern jeweils sieben Mal.

HSV läuft Rückstand erfolglos hinterher

In Kronau lag der HSV nur zu Spielbeginn 1:0 und 2:1 in Front, dann übernahmen die spielfreudigen Gastgeber das Kommando. Vor 11 074 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena kämpften sich die Hamburger noch auf zwei Tore heran, verpassten aber den Ausgleich. Trainer Martin Schwalb nahm in den Schlussminuten sogar den Torwart heraus. Für Kronau-Östringen war Oleg Velyky mit acht Toren bester Werfer, für den HSV trafen Pascal Hens und Torsten Jansen jeweils sechs Mal.

Vor 6 300 Zuschauern in Flensburg bestimmten die Gastgeber nach Anlaufschwierigkeiten (4:6/6. Minute) das Spiel. Angeführt von Michael Knudsen (10 Tore) baute die SG die Führung in der zweiten Hälfte kontinuierlich aus. Bei Magdeburg war Karol Bielecki mit neun Treffern bester Werfer.

Gummersbach zieht mit Sieg in die Kölnarena um

Im letzten Spiel in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle - der VfL trägt ab der nächsten Saison alle Heimspiele in der Kölnarena aus - brauchten die Gastgeber 20 Minuten, um ins Spiel zu finden. Vor allem dank der Tore von Momir Ilic (10/3) und Daniel Narcisse (8) war der Sieg geriet der Sieg letztlich nicht in Gefahr.

In einem abwechslungsreichen Spiel gaben sowohl Lemgo als auch Nordhorn eine klare Führung aus der Hand. Während der TBV die erste Halbzeit bestimmte und zwischenzeitlich mit 11:5 und 12:7 vorn lag, setzte sich die HSG vor 4 812 Zuschauern bis zur 52. Minute auf 25: 21 ab. Markus Baur sicherte Lemgo mit einem sieben Sekunden vor dem Ende verwandelten Siebenmeter den Punkt.

© SID

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