Handball Bundesliga
Kiel nach Sieg gegen Flensburg wieder ganz oben

Der THW Kiel hat drei Tage nach der bitteren 24:39-Pleite beim SC Magdeburg mit einem 36:34-Erfolg gegen Flensburg-Handewitt die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga von den punktgleichen Gästen zurückerobert.

Drei Tage nach dem 24:39-Debakel beim SC Magdeburg hat sich der deutsche Meister THW Kiel eindrucksvoll zurückgemeldet. Im 53. Nordderby Gegen die SG Flensburg-Handewitt kam die Mannschaft von Trainer Zvonimir Serdarusic zu einem 36:34 (17:15)-Erfolg und eroberte sich somit die Tabellenführung zurück. Die Kieler liegen nach 16 Spieltagen dank der besseren Tordifferenz vor dem punktgleichen Rivalen (beide 27:5) aus Flensburg wieder an der Spitze .

Dem Spitzenduo auf den Fersen bleibt unterdessen mit 26:6 Punkten die HSG Nordhorn nach einem souveränen 34:27 (18:15)-Sieg bei FA Göppingen. Jan Filip überzeugte dabei mit neun Toren.

Auch Pokalsieger HSV Hamburg (25:7) hält dank des überragenden Kyung-Shin Yoon Anschluss an die Spitzenränge. Der Südkoreaner erzielte beim 37:33 (18:18)-Erfolg bei EHF-Cup-Gewinner TBV Lemgo (21:11) insgesamt 18 Treffer. Rekordmeister VfL Gummersbach (25:7) hat sich beim Comeback des lange verletzten Kapitäns Francois-Xavier Houlet nach einem 32:24 (16:14) gegen GWD Minden in der Spitzengruppe festgesetzt.

Nach dem Kantersieg gegen Kiel hat der SC Magdeburg (24:6) nachgelegt. Der ehemalige Champions-League-Sieger behielt bei Ex-Meister TV Großwallstadt knapp mit 28:27 (14:17) die Oberhand.

"Zu viele Fehler gemacht"

Vor 10 250 begeisterten Zuschauer in der ausverkauften Ostseehalle war es der 30. Sieg für die Kieler im schleswig-holsteinischen Landesduell. Die SG hat 20 Erfolge auf dem Konto. Sieggarant für die Kieler waren der zehnmal erfolgreiche Kreisläufer Marcus Ahlm sowie Kim Andersson (8), für die Flensburgern konnte auch der Däne Lars Christiansen mit neun Treffern die zweite Saisonniederlage nicht verhindern. Bereits im vergangenen Jahr hatte der THW von sechs Partien in Bundesliga, Pokal und Champions League vier für sich entschieden.

"Wir haben in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler gemacht. Wir waren nicht aggressiv genug und haben es in der zweiten Halbzeit nicht verstanden, den Angriffswirbel des THW in den Griff zu bekommen", erklärte SG-Torwart Jan Holpert.

Nach der Pleite in Magdeburg wollten die Kieler den eigenen Fans einen Tag vor Heiligabend unbedingt einen Sieg schenken. So begann die Mannschaft von Trainer Noka Serdarusic, der 1992 noch mit den Flensburgern den Bundesliga-Aufstieg gefeiert hatte, wesentlich entschlossener als die Gäste. Im Tor zeigte der französische Europameister Thierry Omeyer allein in der ersten Viertelstunde sieben Paraden und im Angriff setzten sich die "Zebras" vor allem dank des überragenden Ahlm Mitte der ersten Halbzeit erstmals bis auf drei Tore ab (10:7).

Welthandballer Fritz erneut auf der Bank

"So eine Pleite wie in Magdeburg muss man erst einmal verdauen. Nach zehn Minuten hatte ich aber ein gutes Gefühl und war mir sicher, dass wir gewinnen können", sagte ein erleichterter Serdarusic, der den deutschen Nationaltorhüter und früheren Welthandballer Henning Fritz einen Monat vor der WM im eigenen Land (19. Januar bis 4. Fabruar) wieder nur auf der Bank ließ.

Dort saß bei den Flensburgern erstmals in dieser Saison auch wieder Trainer Kent-Harry Andersson, der sein Team nach einer Augen-Operation gemeinsam mit Interimscoach Viggo Sigurdsson betreute.

Einbruch der Kieler blieb aus

Ihre Mannschaft hielt das Nachbarschaftsduell zwar trotz des Rückstandes immer spannend. Doch anders als noch in Magdeburg war von einem Einbruch bei den Kielern diesmal nichts zu sehen. Mit Tempohandball zogen die Hausherren im zweiten Durchgang angeführt von den Schweden Andersson und Ahlm sowie den Franzosen Omeyer und Nicola Karabatic immer weiter davon und machten schließlich den Sieg perfekt.

Im Tabellenkeller feierte MT Melsungen (8:24) hingegen im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Rastislav Trtik beim 24:21 (9:14) gegen Eintracht Hildesheim (4:26) ebenso einen wichtigen Erfolg, wie das bisherige Schlusslicht TuS N-Lübbecke (6: 26) beim 27:21 (10:9) gegen die HSG Düsseldorf (8:24). Die HSG Wetzlar (7:25) unterlag dem Wilhelmshavener HV (12:20) mit 27:28 (14:15).

© SID

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