Handball Bundesliga
Kiel siegt im Spitzenspiel gegen Gummersbach

Im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga hat sich der THW Kiel gegen den VfL Gummersbach mit 36:29 durchgesetzt. Damit bleiben die "Zebras" weiterhin an der Tabellenspitze.

Der Norden regiert Handball-Deutschland: Nur die punktgleichen Erzrivalen THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sowie der HSV Hamburg sind nach vier Spieltagen in der Bundesliga noch ungeschlagen und grüßen als Spitzentrio. Meister THW setzte im Topduell gegen den VfL Gummersbach ein Ausrufezeichen und überrannte den zwölfmaligen Titelträger in der zweiten Hälfte zum 36:29 (13:14)-Erfolg.

Wie der THW hat auch die SG Flensburg-Handewitt nach einem mühsam erkämpften 26:24 (11:10) bei Aufsteiger HSG Düsseldorf 8:0 Punkte auf dem Konto. Während der HSV (6:0) am Wochenende nicht spielt, hatte der TBV Lemgo (6:2) seine "weiße Weste" bereits am Freitag durch das 30:31 (15:16) bei der HSG Wetzlar eingebüßt.

In Kiel leistete sich der große Favorit im ersten Durchgang reihenweise technische Fehler, Fehlpässe und ungenaue Würfe, doch nach 60 Minuten musste auch VfL-Coach Sead Hasanefendic festellen: "Am Ende gewinnt wie immer der THW. Aber ich bin zufrieden und gehe mit der Erkenntnis nach Hause, dass der THW, wenn man es ihm erlaubt, jedes Spiel sehr schnell drehen kann."

Nur die zweite Hälfte stimmte Gislason versöhnlich

THW-Trainer Alfred Gislason, wie seine Rückraumstars Daniel Narcisse und Momir Ilic jahrelang in Gummersbach beschäftigt, war zumindest mit dem Ergebnis zufrieden. "Alles andere als zufrieden war ich aber mit unserer Leistung in der ersten Hälfte", sagte der Isländer. Erst mit dem Wechsel des kompletten Rückraums sei dann die Wende gekommen. Vor allem der zunächst ebenfalls schwache Kim Andersson drehte nach der Pause auf und erzielte fünf seiner sechs Tore.

Die Aufreger des Spieltages sahen die 2050 Zuschauer beim Spiel zwischen Schlusslicht HBW Balingen-Weilstetten (0:8) und den bislang so enttäuschenden Rhein Löwen-Neckar (21:24/11:12): Löwe Bjarte Myrhol musste nach einer Abwehraktion mit einer stark blutenden Platzwunde schon nach acht Minuten vom Platz. Wenig später sah der frühere Weltmeister-Torwart Henning Fritz bei den Löwen gemäß neuer Regel Rot, nachdem er beim Herauslaufen in der Luft mit Gegenspieler Dennis Wilke zusammengestoßen war.

Vier Tage nach dem peinlichen Pokalauftritt mit dem Verlängerungssieg beim Süd-Zweitligisten TV Bittenfeld stehen die Löwen auch in der Liga mit 4:4 Punkten weiter nur im Mittelfeld. Auf den fünften Platz schob sich der TV Großwallstadt (6:2) durch einen 26:24 (14:10)-Erfolg gegen MT Melsungen (2:6).

In Düsseldorf lagen die Flensburger zehn Minuten vor dem Ende noch mit zwei Toren zurück. "Die individuelle Klasse hat dann den Ausschlag gegeben. Aber unser Tempospiel konnten wir nicht wie in den vergangenen Spielen aufziehen", sagte SG-Trainer Per Carlen, der in Michael Knudsen (7) seinen besten Werfer hatte.

© SID

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