Handball Bundesliga
Kiel stürmt an die Spitze

Meister THW Kiel steht nach dem 11. Spieltag der Handball-Bundesliga erstmals an der Tabellenspitze. Die "Zebras" besiegten die SG Kronau/Östringen 37:32. Zweiter ist nach dem 32:26 in Minden die SG Flensburg-Handewitt.

Ein neues Bild in der Handball-Bundesliga nach dem 11. Spieltag: Meister THW Kiel übernahm nach einem 37:32 (17:15)-Erfolg gegen Pokalfinalist SG Kronau/Östringen zum ersten Mal in dieser Saison die Tabellenspitze. Auf Platz zwei schob sich Vizemeister SG Flensburg-Handewitt (beide 19:3 Punkte) nach einem 32:26 (15:16) bei GWD Minden.

Bereits am Dienstagabend hatte der ebenfalls punktgleiche EHF-Cup-Sieger TBV Lemgo nach seinem 34:29-Sieg gegen Rekordmeister VfL Gummersbach (18:4) für einen Führungswechsel gesorgt und vom VfL zumindest für 24 Stunden die Spitze übernommen. Ebenfalls Anschluss an die Topplätze hält Ex-Champion SC Magdeburg (18:4) nach einem 37:31 (19:20) bei Kellerkind HSG Düsseldorf. Auch Pokalsieger HSV Hamburg (16:6) hat sich durch ein 36:23 (14:12) gegen die HSG Wetzlar in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt.

Lövgren bester Kieler Schütze

Vor 10 200 Zuschauern in Kiel war Stefan Lövgren mit elf Treffern bester Werfer der Gastgeber, die erst vor der Partie den schwedischen Nationalspieler Tobias Karlsson ausgeliehen und damit auf die angespannte Personalsituation reagiert hatten. Der Rückraumspieler führte sich gleich mit fünf Treffern gut ein.

In Minden war Lars Christiansen mit sieben Treffern mal wieder bester Werfer für die Flensburger, die vor 1900 Zuschauern erst im zweiten Durchgang richtig aufdrehten und schließlich ungefährdet zum neunten Saisonsieg kamen.

Der TBV war hingegen selbst ein bisschen überrascht vom zwischenzeitlichen Sturm an die Spitze. "Die letzten Wochen haben wir uns gegen vermeintlich Schwächere mehr so durchgemogelt. Aber gegen Gummersbach wollten wir die Gelegenheit nutzen und zeigen, dass wir guten Handball spielen können", meinte Lemgos Trainer Volker Mudrow.

Vor 4 980 Zuschauern in der Lipperlandhalle entschied sein Team das Spiel in der Schlussphase, als den Gästen die Strapazen aus der Champions-League am Wochenende deutlich anzumerken waren. Zwischen der 55. und 57. Minute zog Lemgo von 28:27 auf 31:27 davon. Zwei TBV-Tore fielen dabei während einer Gummersbacher Überzahl. In der 59. Minute sah zudem Gummersbachs Daniel Narcisse die Rote Karte.

VfL-Trainer Alfred Gislason konnte mit dem Verlust der Spitzenposition leben: "Lemgo hat heute verdient gewonnen. Aber ich denke, wir können uns auf Dauer unter den ersten Drei festsetzen." Endgültig abgerechnet werde ohnehin erst im Mai. Vorher gibt es am 24./25. November auf jeden Fall ein Wiedersehen von EHF-Pokalsieger Lemgo und Gastgeber Gummersbach bei der Vereins-WM in der Kölnarena.

© SID

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