Handball Bundesliga
Kiel stürmt an die Spitze

Mit einem 40:26-Sieg hat der THW Kiel am zweiten Bundesliga-Spieltag seine Titel-Ambitionen unterstrichen. Aufgrund der besseren Tordifferenz zog der Supercup-Gewinner am Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt vorbei.

Norddeutschland dominiert in der Handball-Bundesliga: Nach zwei Spieltagen haben sich Meister und Tabellenführer THW Kiel und der große Rivale SG Flensburg-Handewitt als Spitzenduo gleich in Position gebracht. Mit zwei Siegen stehen die Klubs aus Schleswig-Holstein dank der besseren Tordifferenz vor den ebenfalls noch ungeschlagenen Rhein-Neckar Löwen und dem SC Magdeburg.

Der THW kam mit einer imponierenden Leistung beim 40:26 (19: 10) beim TV Großwallstadt zum höchsten Sieg des Tages. Auch noch zehn Tore Vorsprung hatten die Flensburger beim 35:25 (19:13) gegen den Wilhelmshavener HV. Als dritter norddeutscher Top-Klub kam Vizemeister HSV Hamburg, der erst sein Auftaktspiel bestritt, zu einem standesgemäßen 39:29 (20:10) bei MT Melsungen. Ins Bild passte dabei auch der 33:28 (15:12)-Erfolg der HSG Nordhorn im ersten Saisonspiel gegen die TuS N-Lübbecke.

"Wir haben richtig gut gespielt" meinte Kiels Topstar Nikola Karabatic (6 Tore) nach dem nächsten Erfolgserlebnis der "Zebras". Nachdem sein Team zum Saisonauftakt gegen Melsungen zunächst noch zerfahren und nervös agiert hatte, war auch Trainer Noka Serdarusic diesmal zufrieden: "Im ersten Spiel haben alle gebrannt und vergessen, dass da noch ein Gegner ist, in der Abwehr war das gar nichts. Das wird wieder kommen. Ich habe den Jungs klargemacht, dass sie zuerst Leistung bringen müssen, da kann ich heißen wie ich will."

Flensburgs Zugang Petersson überzeugt

Nicht ganz so prominent wie der THW haben sich die Flensburger verstärkt, doch die 6 112 begeisterten Zuschauer in der Campushalle konnten von ihrer SG gar nicht genug bekommen. "Wir haben 40 Minuten sehr guten Handball gespielt", meinte Coach Kent-Harry Andersson, musste aber eingestehen: "Die letzten 20 Minuten hat man gesehen, dass wir noch zu arbeiten haben." Vor allem der Isländer Alexander Petersson (8 Tore) ist von den Neuzugängen gleich eingeschlagen und erweist sich auf Rechtsaußen oder der halbrechten Position als echte Verstärkung.

Einen großen Namen hat auch immer noch der VfL Gummersbach, doch nach dem Weggang des überragenden Regisseurs Daniel Narcisse und einigen Verletzungssorgen läuft beim Team von Alfred Gislason noch nicht allzu viel zusammen. Eine Woche nach der peinlichen Heimschlappe gegen die Rhein-Neckar Löwen quälte sich der VfL zu einem 24:23 (12:12) bei GWD Minden. "Von unseren Ansprüchen, um einen Champions-League-Platz mitzuspielen, sind wir meilenweit entfernt", musste Gislason zugeben. Den Siegtreffer erzielte Kreisläufer Robert Gunnarsson sieben Sekunden vor dem Ende.

Auch Magdeburg und Kronau im Soll

Zufriedenheit herrscht in Magdeburg und bei den Rhein-Neckar Löwen. Der SCM gewann am Freitag gegen Aufsteiger Tusem Essen 31:25 (14:11), die Kronauer feierten mit dem 33:28 (17:14) gegen HBW Balingen-Weilstetten eine gelungene Heimpremiere und zogen mit ihren sechs Weltmeistern 9 663 Zuschauer an.

Nationaltorwart Henning Fritz, der zum Auftakt gegen Gummersbach noch auf der Bank gesessen hatte, durfte diesmal von Beginn an ran. Als 15 Minuten vor dem Ende Slawomir Szmal zwischen die Pfosten kam, war es allerdings der polnische Nationaltorhüter, der die bis auf ein Tor herangekommenen Gäste auf Distanz hielt. "Wir waren ein bisschen übermotiviert", sagte Weltmeister Oliver Roggisch.

Die Balinger haben ebenso wie Essen und der zweite Aufsteiger Füchse Berlin zwei Partien verloren. Die Berliner verkauften sich beim 20:22 (8:11) bei Frisch Auf Göppingen allerdings teuer.

© SID

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