Handball Bundesliga
Kiel und Hamburg feiern Pflichtsiege

Die Spitzenklubs THW Kiel und HSV Hamburg haben sich am 29. Spieltag der Handball-Bundesliga keine Blöße gegeben. Der Champions-League-Sieger besiegte Wilhelmshaven 40:20, die Hanseaten schlugen Melsungen 38:32.

Kantersieg gelandet, Tabellenführung verteidigt, doch beim THW Kiel (48:8 Punkte) fehlt der Glaube an eine erfolgreiche Titelverteidigung. "Es spricht nicht viel für uns, mit unserem dezimierten Aufgebot sind wir einfach nicht variabel genug", sagte Trainer Noka Serdarusic ungeachtet eines 40:20 (22:10)-Erfolges gegen den Wilhelmshavener HV.

Aber auch ohne fünf verletzte Stammspieler war der Sieg des Rekordmeisters weitaus müheloser als der doppelte Punktgewinn von Verfolger HSV Hamburg. Eine Woche nach dem Triumph im Europapokal der Pokalsieger taten sich die punktgleichen Hanseaten gegen den Abstiegskandidaten MT Melsungen lange schwer, ehe sie am Ende mit 38:32 (18:16) die Oberhand behielten.

Schwalb: "Die Akkus sind leer"

Zusätzliche Hiobsbotschaft für die Hamburger: Weltmeister Torsten Jansen zog sich eine Rückenverletzung zu, sein Einsatz im Nachholspiel am Dienstag (19.15 Uhr) gegen den TV Großwallstadt ist fraglich. "Der Spielplan ist unmenschlich, die Akkus sind leer. Da muss man als Trainer auch mal mit schwächeren Leistungen der Spieler leben", formulierte HSV-Trainer Martin Schwalb.

Doch auch für Champions-League-Sieger Kiel geht der Stress bereits am Dienstag (20.00 Uhr) mit einem Nachholspiel gegen den Tabellenletzten Eintracht Hildesheim weiter. Dann hofft Serdarusic wieder auf eine Klasseleistung des Schweden Kim Andersson, der gegen Wilhelmshaven neun Tore warf: "Mit seinem fast kompletten Kader sehe ich den HSV mit der Nase vorn, aber wir geben nicht auf."

Magdeburg patzt beim Schlusslicht

Während der THW und der HSV ihren Platz für die nächste Saison in der Champions League wohl sicher haben, muss EHF-Cupsieger SC Magdeburg wieder um die Rückkehr in die "Königsklasse" bangen. Die Mannschaft von Trainer Bogdan Wenta kassierte bei Schlusslicht Eintracht Hildesheim eine überraschende 35:36 (17:19)-Niederlage und bleiben mit 44:14 nur dank der besseren Tordifferenz Dritter.

Denn Eintracht Nordhorn ist nach dem 30:24 (17:12)-Erfolg über TuS N-Lübbecke bereits punktgleich. Und auch die SG Flensburg-Handewitt (43:13) darf sich nach dem glücklichen 32:31 (17:18)-Erfolg bei der HSG Düsseldorf noch berechtigte Hoffnungen auf einen der ersten vier für die Champions League berechtigten Plätze machen.

Lemgo löst sein Ticket für den EHF-Pokal

Unterdessen konnte der TBV Lemgo wenigstens seine Qualifikation für den EHF-Pokal unter Dach und Fach bringen. Der deutsche Ex-Meister bezwang die SG Kronau-Östringen denkbar knapp mit 32:31 (16:14) und feierte damit den achten Sieg hintereinander.

Die Entscheidung fiel dabei erst nach Ende der regulären Spielzeit durch einen von Filip Jicha verwandelten Siebenmeter. Den Ostwestfalen fällt nun die Rolle des Züngleins an der Waage zu. Schon am kommenden Wochenende spielt Kiel in der Lipperlandhalle, zwei Wochen später ist die Mannschaft von Coach Volker Zerbe in Hamburg zu Gast.

Neben Melsungen blieben im Kampf um den Klassenerhalt auch die HSG Wetzlar (30:33 bei HBW Balingen-Weilstetten) und GWD Minden (25:32 gegen den TV Großwallstadt) ohne Punkte. Immerhin erzielte der Russe Dimitri Kusilew auf Mindener Seite seinen 1 000. Bundesliga-Treffer.

© SID

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