Handball Bundesliga
Löwen verpflichten Lindgren als Trainer

Ola Lindgren übernimmt zur kommenden Saison den Trainerposten bei Handball-Bundesligist Rhein-Neckar Löwen. Der schwedische Nationalcoach kommt von Ligakonkurrent HSG Nordhorn.

Nach der Vertragsauflösung mit Noka Serdarusic hat Handball-Bundesligist Rhein Löwen-Neckar einen neuen Trainer gefunden. Ola Lindgren vom Ligakonkurrenten HSG Nordhorn wird zu kommenden Saison die Geschicke beim Champions-League-Teilnehmer leiten. Der Schwede hat bei den Badenern einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2012 unterschrieben und wird Nachfolger von Wolfgang Schwenke.

"Die Rhein Löwen-Neckar sind ein absoluter Top-Verein. Dort zu arbeiten bedeutet für mich als Trainer einen Schritt nach oben und eine große Herausforderung. Mit dieser Mannschaft will ich Titel gewinnen - obwohl das sicherlich kein Selbstläufer wird. Aber ich baue dabei nicht zuletzt auf das Kollektiv und den Teamgeist", sagte Lindgren.

Abschied nach elf Jahren

Lindgren, der in seiner aktiven Zeit 343 Länderspiele für sein Heimatland Schweden absolvierte und neben drei olympischen Silbermedaillen mehrfach Welt- und Europameister wurde, war als Spieler und Trainer insgesamt elf Jahre in Nordhorn tätig und gewann im vergangenen Jahr mit der HSG den EHF-Pokal. Nordhorn steht bereits als Zwangsabsteiger fest, da der Verein aufgrund finanzieller Schwierigkeiten Insolvenz anmelden musste.

Ende Februar hatten die Rhein-Neckar-Löwen und Serdarusic den bereits unterschriebenen Drei-Jahres-Vertrag aufgelöst. Über die Gründe herrscht weiterhin Unklarheit. Offiziell waren gesundheitliche Probleme des 58-jährigen Bosniers ausschlaggebend. Mittlerweile wird allerdings offen darüber spekuliert, dass die Löwen wegen Serdarusics angeblicher Verwicklung in die Bestechungsgerüchte um den deutschen Rekordmeister THW Kiel von einer Beschäftigung Abstand nahmen.

Serdarusic hatte Kiel zu insgesamt elf deutschen Meistertiteln geführt und mit den Norddeutschen 2007 die Champions League gewonnen. Gegen ihn laufen derzeit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kiel wegen Beihilfe zur Untreue. Der THW Kiel soll nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel in mindestens zehn Spielen der Champions League Schiedsrichter bestochen und allein für das gewonnene Finale gegen die SG Flensburg-Handewitt 2007 96 000 Euro gezahlt haben.

© SID

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