Handball Bundesliga
THW Kiel demontiert Flensburg im Nordderby

Durch einen 37:29 (17:16)-Sieg bei der SG Flensburg-Handewitt hat der THW Kiel seine Tabellenführung gefestigt. Bester Kieler Schütze war Filip Jicha mit neun Treffern.

Mit einer Handball-Demonstration und dem ersten Sieg beim Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt seit sechseinhalb Jahren hat der THW Kiel seinen Titelanspruch in der Bundesliga eindrucksvoll untermauert. Die "Zebras" gewannen das insgesamt 60. Nordderby mit 37:29 (17:16) und behaupteten ihre souveräne Tabellenführung mit nunmehr 31:1 Punkten. Zugleich bauten die in dieser Saison noch unbesiegten Kieler ihre Rekordserie auf 35 Ligaspiele ohne Niederlage aus.

"Keine Mannschaft kann gegen den THW gewinnen"

Dagegen musste Flensburg bereits die dritte Pflichtspielpleite innerhalb einer Woche hinnehmen - und die Überlegenheit des THW einfach anerkennen: "Keine Mannschaft kann gegen den THW gewinnen in der Meisterschaft. Zur Meisterschaft habe ich doch schon vor Saisonbeginn gratuliert", sagte Trainer Kent-Harry Andersson. Nach dem Pokal-Aus am Mittwoch bei den Rhein-Neckar Löwen verliert die SG allmählich auch in der Liga die gesteckten Ziele aus den Augen. Mit inzwischen elf Minuspunkten muss die Mannschaft von Andersson nun sogar um den angepeilten Champions-League-Platz bangen.

Noch nicht einmal am Limit waren dagegen die Kieler. "Ich war sehr unzufrieden mit der ersten Halbzeit, da haben wir ungewöhnlich viele Fehler gemacht", sagte Trainer Alfred Gislason nach seinem ersten Nordderby auf der THW-Bank, war letztlich aber doch zufrieden.

Die Flensburger rutschten nach der Niederlage auf den fünften Rang (21:11) ab, da sich Konkurrent HSV Hamburg durch einen klaren 38:25-Erfolg beim Vorletzten Stralsund auf den vierten Platz vorbeischob (23:9).

Lemgo verliert in Gummersbach

Erster Verfolger des designierten Meisters bleibt trotz einer überraschenden Niederlage der TBV Lemgo. Der Tabellenzweite unterlag beim stark aufspielenden VfL Gummersbach mit 29:31, hat aber bereits mit 27:7 Zählern sechs Minuspunkte Rückstand auf die Kieler "Übermannschaft".

Der SC Magdeburg hat den Ausrutscher der Lemgoer nicht ausgenutzt. Bei den Rhein-Neckar Löwen verloren die Gäste vor 13 200 Zuschauern äußerst knapp mit 25:26 und bleiben damit auf dem dritten Tabellenplatz (25:9 Punkte). Dabei holte der Favorit in der zweiten Halbzeit noch einen Fünf-Tore-Rückstand auf, musste aber kurz vor Ende den entscheidenden Gegentreffer durch Uwe Gensheimer hinnehmen, der mit neun Treffern überragender Werfer der Löwen war.

In der Abstiegszone hat sich GWD Minden durch den sechsten Saisonsieg etwas Luft verschafft. Die Gastgeber siegten gegen Göppingen dank einer starken ersten Hälfte mit 29:26 und haben nun 12:20 Zähler.

Dormagen besiegt Essen nur knapp

Auch der TSV Dormagen hat den Anschluss an das Mittelfeld geschafft. Bei Schlusslicht Tusem Essen gewann der TSV in einem äußerst knappen Spiel mit 28:27 und hat nun zehn Punkte auf dem Konto.

Nur einen Punkt davor stehen der MT Melsungen und die HSG Wetzlar. Melsungen unterlagen vor heimischen Publikum den Füchsen Berlin mit 37:39, Wetzlar musste beim 32:24 gegen den TV Großwallstadt ebenfalls eine Heimniederlage hinnehmen.

Auf den drittletzten Platz ist die HBW Balingen-Weilstetten abgerutscht. Gegen die HSG Nordhorn verloren die Baden-Württemberger vor eigenem Publikum 30:32.

© SID

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